Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 600x371Bürgermeister Michael Häupl präsentierte die Ergebnisse getrennt von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die eine Stunde danach ihre Interpretation der Presse bekannt gab.
vergrößern 800x712Vor allem das Ergebnis bei der Olympiafrage hat sowohl die Roten als auch die Grünen überrascht.
Wiens Bürgermeister Michael Häupl hat am Dienstag das vorläufige Endergebnis der Wiener Volksbefragung bekannt gegeben. Demnach lag die Beteiligung vor Ende der Briefwahlfrist am 18. März bei 29,46 Prozent. Häupl erklärte, dass er eine Beteiligung von einem Drittel "immer für sehr gut gehalten" habe. 97 Prozent stimmten per Briefwahl ab. Nur drei Prozent der Stimmen wurden in den Wahllokalen abgegeben
Die Frage zum Parkpickerl wurde gegen die Position von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou entschieden. So wählten nur 37,48 Prozent die Antwort A, wonach es ein Parkpickerlkonzept für ganz Wien geben solle. Für die Bestimmung durch die einzelnen Bezirke sprachen sich 62,52 Prozent aus. Auch bei Olympia gab es ein eindeutiges Nein. Nur 28,06 Prozent wollten, dass sich Wien für die Austragung der Olympischen Spiele 2028 bewirbt.
Die Ergebnisse sind für Häupl bindend. "Da braucht man nicht herumreden, nicht herumdiskutieren, das ist umzusetzen", unterstrich er. Trotz der eindeutigen Absage an eine zentrale Bestimmung der Parkraumregelung ist Häupl überzeugt, dass "diese Diskussion vor dem Hintergrund der Abstimmung bis zum Sommer abgeschlossen ist". Die Expertenkommission werde weiter daran arbeiten.
Mit dem eindeutigen Nein zu Olympia ist dieses Thema für den Wiener Bürgermeister "erledigt". Er wolle aber dennoch die Sportinfrastruktur verbessern und vor allem den Breitensport forcieren. Im Vorfeld der Befragung hatte sich Häupl stark für Olympia eingesetzt - etwa in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Österreichischen Olympischen Komitees, Karl Stoss. Auch der grüne Klubchef David Ellensohn hatte sich für eine Bewerbung starkgemacht.
Insgesamt wurden bei der Olympia-Frage 295.612 gültige Stimmen abgegeben. Es könnten noch einige dazukommen. Denn ausgezählt wurden bisher alle persönlich abgegebenen Stimmzettel und die bereits eingetroffenen Briefstimmen. Doch fix ist schon jetzt, dass auch die noch bis zum Ende der Nachfrist (18. März) einlangenden Briefstimmen nichts mehr am "Nein" zu Olympia ändern werden.
Warum die Ergebnisse der Volksbefragung nicht gemeinsam mit den Grünen vorgestellt wurden, erklärte Häupl folgendermaßen: "Wir wollen allen die Möglichkeit geben, unterschiedliche Meinungen zwischen Rot und Grün hineininterpretieren zu können. Wir hatten aber schlichtweg keine Zeit, gemeinsam aufzutreten."
Wie Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bei einer Pressekonferenz eine Stunde nach der SPÖ angab, sei ihr ein anderer Termin dazwischen gekommen. Sie habe das aber mit Häupl abgesprochen. Für die Grünen-Politikerin zeigt das Ergebniss, dass "die WienerInnen eindeutig gesprochen haben". Überrascht war Vassilakou über die eindeutige Ablehnung der Olympiafrage.
Weniger überrascht war sie über den Ausgang der Frage zur Parkraumbewirtschaftung. Nach der Abstimmung gebe es eine Ausweitung der Pickerlzonen nun nur, wenn Bezirke das wünschen. Sie rechne aber nicht damit, dass sich welche in naher Zukunft für das Pickerl bewerben.
"Es bleibt also wie bisher", so Vassilakou, die gleichzeitig anerkannte, dass "die Kampagne der FPÖ und ÖVP funktioniert hat". Nichtsdestoweniger will die Vizebürgermeisterin im Sommer ein neues Modell der Parkraumbewirtschaftung vorstellen, über das im Gemeinderat diskutiert werden soll. Bis Ende 2013 will sie dann das Thema Parken endgültig abschließen.
Sowohl für Vassilakou als auch Häupl fiel das Ergebnis bei den Fragen 3 und 4 erwartungsgemäß aus. Beim Thema Privatisierungen von kommunalen Gütern sprachen sich 89,96 Prozent dagegen aus. Auch das Votum bei Bürgerbeteiligungsprojekten wie Solarkraftwerke war relativ eindeutig: 66,06 Prozent sind dafür, 33,94 Prozent dagegen.
Von den knapp 1,5 Millionen Stimmberechtigten haben bisher 337.843 abgestimmt. Knapp zehn Prozent dieser Stimmen waren ungülitg und konnten nicht in das Ergebnis einbezogen werden. Beim Parkpickerl waren 13,52 Prozent der abgegebenen Stimmen ungültig, bei Olympia hingegen nur 3,1 Prozent. Bei der Privatisierungsfrage stimmten 2,51 Prozent ungültig ab, bei der Bürgerbeteiligung 8,04 Prozent. (bbl, elm, mob, derStandard.at, 12.3.2013)
Insgesamt gaben 443.740 Personen ihre Stimme ab - Wahlbeteiligung betrug 38,7 Prozent
Endergebnis wird am Montag feststehen
21,9 Prozent beantworteten laut ÖVP Frage zur Parkraumregelung nicht oder ungültig
ÖOC, Verbände, Sportminister für neue Sportanlagen - Häupl kündigte Schwimm- und Leichtathletikzentrum an
Deutliches Nein zu Olympia – Beim Parkpickerl könnte der Status quo zementiert werden
Die Briefstimmen, die den Großteil ausmachen, werden ab Montag ausgezählt
Bis Samstag persönliche Stimmabgabe möglich - Häupl verteidigte Fragestellung: "Kein Missbrauch der direkten Demokratie"
Michael Heidenreich von der Boku Wien über den geplanten Ausbau von BürgerInnensolarkraftwerken
Die Wiener SPÖ ging mit der Olympia-Frage zwar baden, stellte aber den Bau zweier neuer Sportzentren in Aussicht - ohne freilich ins Detail zu gehen. Beim Parkpickerl muss die grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou weiterhin mit den Bezirksvorstehern ringen
ÖVP und KPÖ wollen unterschiedliche Novellen im steirischen Volksrechtegesetz
"Mehr Demokratie"-Gründer und Grün-Politiker Erwin Mayer über die Formulierungen bei der Wiener Volksbefragung
Die Neos kampagnisieren gegen die Wiener Volksbefragung
Wiener Grüne sparen Geld lieber für Nationalratswahl
Vier Fragen stellte Rot-Grün den Wienern, begleitet von einer großen Kampagne und einigen Störgeräuschen. Dabei sind die Konsequenzen der Befragung weit weniger weitreichend, als man annehmen könnte.
Peter Mennel verspricht sich von Olympia-Bewerbung sportlichen und wirtschaftlichen Profit
Auch in Hamburg überlegt man eine Olympia-Bewerbung. Allerdings wollen sich die Hanseaten schon vorher fit machen. So wurde eine Dekadenstrategie zur Sportförderung entwickelt. Dabei verfügt die Stadt bereits über etliche schöne Anlagen
Ein Nein für 20 Jahre: Abstimmung im Kanton geht gegen Bewerbung aus
Zahlreiche Pannen und Patzer: Von verabsäumter Nachfrist-Reparatur bis widersprüchliche Erklärungen
Bürgermeister: Stadt wird sich fix bewerben, wenn die Wiener bei der Volksbefragung dafür stimmen
Zwischen Ärger, Frust und Zustimmung debattierten die Vertreter aller vier im Gemeinderat vertretenen Parteien am Mittwoch über die Fragen der Befragung
Misstrauensantrag gegen Häupl - Für SPÖ Boykottaufrufe "geschmacklos"
Sprecher: Ergebnis der Volksbefragung werde "selbstverständlich" abgewartet
Parkpickerl, Mariahilfer Straße und Co: Weil sich rot-grün uneinig ist, soll das Volk entscheiden
Ich empfehle zur weiteren Lektüre diesen Artikel http://www.zeit.de/sport/201... enden-bach
... SPÖ-Wien GmbH muss nun auf diese Ausbeute für ihrer Parteigünstlinge verzichten. Diese, meisst Familienangehörige des roten Parteikader, werden nun verstärkt ihre besonderen Qualifikationen dem Arbeitsmarkt zuführen müssen. Viel Erfolg Freunde! An das Bürgermeisterliche Granteln werden sich die StadtbewohnerInnen zumindest bis zur kommenden Landtagswahl gewöhnen müssen; Häupl wird zwischenzeitlich noch einige Fehlgriffe abliefern, bevor er in den wohlverdienten Ruhestand tritt. Freundschaft!
Zeit für die Piraten
und Basiseinkommen für Alle
.
Österreich ist bei den olympischen Sommerspielen eine Null. Mich persönlich interessiert es ungefähr so wie eine Doku über Bergsteigen: ein bisschen. Hab keine Lust auf Olympiakitsch in Wien. Finde das alles total überzogen und überteuert, und will nicht, dass Wien sich auf das konzentriert. Da haben wir andere Probleme/Möglichkeiten.
Ich möchte keine weiteren Betonburgen alias Stadien mit riesigen asfaltierten Parkplätzen davor, die ich ohnehin nie betreten werde. für meine Kinder keine bezahlbaren Wohnungen, weil sich eine Immobilienspekulation verstärkt. Der Spitzensport hat für mich keine religiöse Bedeutung, eine Grünfläche, wo mit Kinder und Haustieren herumtollen kann, umso mehr.
Diese Kosten sind mit Sicherheit auch hoch. Aber sie hätten einiges an Umsatz für die Wirtschaft und somit Arbeitsplätze geschaffen. Ich habe daher dafür gestimmt. Aber ich kann es verstehen, wenn der Mehrheit der Nutzen zu indirekt war.
Faszinierend! Just Vassilakou gelingt, woran sieben Parteiobmänner resp. -frauen seit Busek scheiterten, die Wiener ÖVP (zumindest etwas) aus der politischen Bedeutungslosigkeit zu hieven.
Das ist dann aber doch eine Art Nachweis von Instinklosigkeit und egozentriertem, zweckgebundenem Wunschdenken oder täusche ich mich da? Ich jedenfalls wundere mich über die Verwunderung der Frau Vassilakou, nächstes Mal könnte sie ja vorher meinen Rat einholen, ich habe alle Ergebnisse richtig erraten, sogar die Verhältnisse zwischen den Positionen überblicksweise. Und ich bin kein Genie.
Ich bin grüner Stammwähler und habe gegen einen kategorischen Schutz von kommunalen Betrieben gegen Privatisierung gestimmt. Meiner Meinung nach ist das der falsche Ansatz und eine typischer Hüftschuss der momentan ins Leere geht, in Zukunft aber Konsequenzen haben kann.
Laur amtlichen vorläufigen Ergebnis sind von 337834 (29,46%) abgegebenen Stimmen 32616 "nicht einzubeziehende Stimmenl Offensichtlich jene Stimmen von Wienerinnen und Wiener, die sich nur gepflanzt fühlten und keine der vier Fragen "beantworten" wollten oder den Stimmzettel mit "freundlichen" Bemerkungen versahen, also die intelligentesten WählerInnen. Bei korrekter Zählung müssten diese Stimmen bei jeder Frage zu den ungültigen Stimmen gerechnet werden. Dann schaut das Ergebnis aber noch blamabler für Häupl und Vassilakou aus! Allein bei der Parkpickerlfrage sind das fast 74.000 ungültige Stimmen!
gesamt haben 29,46 prozent "mitgemacht" - 2/3 haben drauf gepfiffen! das parkraumbewirtschaftungsnichtkonzept wird wie es scheint weiterbetrieben, das votum ignoriert. die experten haben offensichtlich schon kassiert, also sollen sie weiterwerkeln.
und ja - der überaus sportliche bm will für breitensport will schon sorgen ... (weniger öffis, parken verboten - die leute sollen radeln oder zu fuß gehen)
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.