Europas Leitbörsen schließen ohne klare Richtung

12. März 2013, 18:28
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Frankfurt am Main - Die Leitbörsen Europas sind am Dienstag ohne einheitliche Tendenz aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 6,86 Einheiten oder 0,25 Prozent auf 2.711,85 Zähler.

Am Vormittag zeigten sich die europäischen Leitindizes nach einem orientierungslosen Handelsstart etwas leichter, nachdem für Italien bei der Auktion einjähriger Anleihen höhere Renditen anfielen. Die Märkte konnten den Dämpfer jedoch wieder wettmachen. Am Nachmittag belastete zwischenzeitlich die Meldung, dass Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus Commerzbank eine Kapitalerhöhung plane.

Im Blickpunkt standen die Titel der Commerzbank. Zunächst verzeichnete die Aktie klaren Aufwind nach Meldungen über Fortschritte bei der Abwicklung der Tochter Eurohypo. Ein Bericht des "Manager Magazin" über eine Kapitalerhöhung ließ den Kurs jedoch nach unten rasseln, Commerzbank gingen in Frankfurt 3,12 Prozent tiefer bei 1,399 Euro aus dem Handel.

Das größte Kursplus verbuchten die Aktien des traditionsreichen französischen Baustoffkonzerns Saint-Gobain, sie legten 2,16 Prozent auf 32,17 Euro zu. Ebenfalls befestigt zeigten sich zahlreiche Versicherungswerte, darunter AXA (plus 1,13 Prozent), ING (plus 0,56 Prozent) und Munich Re (plus 0,55 Prozent). Schwächste Aktie waren hingegen Enel, die 2,11 Prozent auf 2,78 Euro verloren.

Abschreibungen und niedrigere Erträge aus dem Zinsgeschäft haben Italiens zweitgrößte Bank Intesa SanPaolo im vierten Quartal in der Verlustzone gehalten. Unter dem Strich wies das Institut einen Fehlbetrag von 83 Mio. Euro aus, der sich aber angesichts des Rekordverlusts von mehr als 10 Mrd. Euro im Jahr zuvor geradezu winzig ausnahm. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 122 Mio. Euro gerechnet. Intesa SanPaolo gingen um 0,40 Prozent höher bei 1,26 Euro aus dem Handel.

Bei der VW-Tochter Audi stagnierte 2012 der Gewinn wegen der tiefen Krise auf dem europäischen Pkw-Markt. Das operative Ergebnis betrug 5,38 Mrd. Euro, das sind lediglich 0,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Der Nettoprofit fiel um zwei Prozent auf 4,353 Mrd. Euro. Für 2013 bekräftigte Audi das Ziel, erneut mehr Autos verkaufen zu wollen, hielt sich aber bei den Gewinnaussichten weiter bedeckt. Die Papiere des Mutterkonzerns VW fielen infolge 1,72 Prozent auf 165,95 Euro. (APA, 12.3.2013)

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