Fernost-Börsen legen Verschnaufpause ein

12. März 2013, 11:52
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Chinesische Bahnbaukonzerne unter Druck

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend mit Verlusten geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio schwächte sich um 34,24 Zähler oder 0,28 Prozent auf 12.314,81 Punkte ab. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 200,22 Zähler (minus 0,87 Prozent) auf 22.890,60 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor um 23,99 Punkte oder 1,04 Prozent auf 2.286,60 Punkte.

Uneinheitlich beendeten die Märkte in Singapur und Sydney den Handel. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.303,02 Zählern mit einem Plus von 10,05 Punkten oder 0,31 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel hingegen um 31,4 Zähler oder 0,61 Prozent auf 5.128,60 Einheiten.

In Shanghai verloren China Life Insurance 1,68 Prozent auf 17,58 Yuan. Nachdem der Präsident des größten chinesischen Versicherers, Yang Mingsheng, laut Bloomberg zuvor von einem "sicher" höheren Profit des Konzerns 2013 gesprochen hatte, ließ China Life Insurance per Aussendung mitteilen, die Äußerung Mingshengs beziehe sich auf die Konzernmutter.

Auch die beiden größten chinesischen Bahnbaukonzerne China Railway Construction (minus 3,02 Prozent auf 5,46 Yuan) und China Railway Group (minus 1,95 Prozent auf 3,01 Yuan) verbilligten sich in Shanghai klar. Ein Analyst hatte die Auflösung des Bahnministeriums und die daraus resultierende Öffnung des chinesischen Bahnstreckenmarktes als einen bedrohlichen Schritt für die Unternehmen bezeichnet. Schließlich bedeute dies mehr Wettbewerb und gesunkene staatliche Unterstützung.

In Sydney fielen die Papiere des zweitgrößten privaten australischen Kohleproduzenten Withehaven Coal um 5,53 Prozent auf 2,39 australische Dollar. Laut Bloomberg plant die australische Regierung, künftig strikter bei der Vergabe von Kohleminenkonzessionen vorzugehen. Santos (minus 2,95 Prozent auf 13,14 australische Dollar) und AGL Energy (minus 1,63 Prozent auf 16,27 australische Dollar) fielen nach Widerstand von Umweltschützern und Landwirten gegen deren Kohlebrand-Gasprojekte. (APA, 11.3.2013)

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