Falklandinseln sollen bei Großbritannien bleiben

12. März 2013, 05:57
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99,8 Prozent der Inselbewohner stimmten mit Ja - Argentinien will Ergebnis nicht akzeptieren

Die Bewohner der Falklandinseln haben sich in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen. 99,8 Prozent stimmten mit Ja, wie Behördenvertreter in der Nacht zu Dienstag in der Hauptstadt Port Stanley mitteilten. Nur drei Stimmen seien dagegen gewesen, berichtete die britische Nachrichtenagentur Press Association. Die Falklandinseln sind zwischen Argentinien und Großbritannien umstritten, die deswegen 1982 einen Krieg mit Hunderten Toten führten.

Die Abstimmung war von den Falklandbewohnern selbst in die Wege geleitet worden, an seinem Ausgang hatte kein Zweifel bestanden. Internationale Beobachter sprachen von einer "freien, fairen und technisch einwandfreien" Abstimmung.

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 92 Prozent - stimmberechtigt waren genau 1.672 Menschen. Das von der lokalen Regierung ausgerufene Referendum hat keine bindende Wirkung für den Status der Inseln, die auch von Argentinien beansprucht werden. Argentinien hatte bereits angekündigt, dass es das Ergebnis nicht akzeptieren werde.

Argentinische Behörden vertrieben

Die 400 Kilometer vom argentinischen Festland entfernten Falklandinseln oder Islas Malvinas befinden sich seit 1833 unter Kontrolle Großbritanniens, nachdem die britische Kolonialmacht die Vertreter der argentinischen Behörden vertrieben hatte.

Die Abstimmung wurde von den Falklandbewohnern selbst in die Wege geleitet. Es bestand kein Zweifel daran, dass die überwältigende Mehrheit der Bewohner des Archipels weiter zu Großbritannien gehören will. Argentinien deklarierte das zweitägige Referendum bereits im Vorfeld als "illegal".

Die argentinische Militärjunta hatte am 2. April 1982 die Invasion der von ihr beanspruchten Falklandinseln begonnen. Der bis zum 14. Juni andauernde Krieg endete für das südamerikanische Land mit einer Niederlage. 255 britische Soldaten starben, auf argentinischer Seite gab es 649 Tote.

Bewohner feierten

Hunderte Bewohner der Falklandinseln haben das Ergebnis des Referendums in der Nacht auf Dienstag frenetisch gefeiert. "Hier ist soviel Lärm, es ist riesig", sagte Barry Elsby vom Lokalparlament der Nachrichtenagentur AFP. Hunderte Menschen feierten vor der Kirche, sängen und schwenkten Flaggen, berichtete Elsby am Telefon.

Der britische Außenminister William Hague begrüßte den Ausgang des Referendums. Alle Länder sollten die Ergebnisse akzeptieren und die Inselbewohner bei der Entwicklung ihrer Heimat und ihrer Wirtschaft unterstützen, erklärte Hague.

Argentinien will Referendum nicht anerkennen

Dagegen bekräftigte Argentinien, dass es das Referendum von Sonntag und Montag nicht anerkenne. Es handle sich um ein "rechtlich wertloses Manöver", das nicht von den Vereinten Nationen überwacht worden sei, erklärte die argentinische Botschafterin in London, Alicia Castro. "Wir respektieren ihre Lebensweise, ihre Identität", sagte Castro über die Bewohner der Falklandinseln. "Wir respektieren, dass sie weiter britisch sein wollen, aber das von ihnen bewohnte Territorium ist nicht britisch." (APA, 12.3.2013)

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    Mit überwältigender Mehrheit haben sich die Bewohner der Falklandinseln für einen Verbleib bei Großbritannien entschieden.

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