KPÖ protestiert: Grazer Verkehrsgarten zieht um

11. März 2013, 18:05
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Verlegung in Augarten wegen Stadtparkumbaus möglich

Graz - Ampeln, Verkehrszeichen, Zebrastreifen, Sperrlinien - aber keine Autos: Generationen von Grazern haben in der kleinen geschützten Welt des Verkehrsgartens im Stadtpark das Radfahren im Verkehr geübt. Auch Radfahrprüfungen werden bei den Volksschülern dort abgehalten, bevor man die Zehnjährigen mit ihrem ersten "Führerschein" in den echten Verkehr entlässt.

Nun soll die Zukunft des Verkehrsgartens bedroht sein. Wie der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) die Bevölkerung via Kronen Zeitung (Sonntagsausgabe) wissen ließ, steht seine Auflassung im Zuge des geplanten Umbaus des Stadtparks zur Disposition. Der Umbau des größten Parks von Graz soll mit fünf Millionen budgetiert sein und auch eine Vergrößerung des Kinderspielplatzes und Fällungen des Baumbestandes vorsehen.

Die Grazer KPÖ protestierte am Montag per Aussendung gegen die Auflassung des Kinderverkehrsgartens und will sich für dessen Erhalt im Stadtpark einsetzen. Das Büro Nagl relativiert die Aufregung auf Nachfrage des Standard: Keine Auflassung, sondern lediglich eine Verlegung des Verkehrsgartens "an einen Ort, wo vielleicht auch eine Geländestrecke möglich wäre", sei geplant. Der Grazer Augarten wäre hierfür "ein möglicher Standort". (cms, DER STANDARD, 12.3.2013)

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