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Der Teufel liegt im Detail. Wenn am Dienstag die 754 Mitglieder des EU-Parlaments den Bericht über "Abbau von Geschlechterstereotypen in der EU" verabschieden, könnte das Konsequenzen für die Meinungsfreiheit im Internet haben – befürchtet zumindest Christian Engström von den schwedischen Piraten.
Denn gut versteckt im Bericht unter Punkt 14 fordert das Komitee für Frauenrechte und Gleichstellung alle 27 Mitgliedstaaten zu akkordierten Aktionen gegen Pornografie auf und möchte – das ist das teuflische Detail – private Anbieter von Internetdiensten zur Zusammenarbeit einladen. Engström und andere Kritiker befürchten nun, der Passus könnte weitreichende Eingriffe in die Informationsfreiheit in Zukunft legitimieren.
Grundsätzlich knüpft das Vorhaben an eine EU-Resolution von 1997 an, die ein Verbot der Verbreitung von Pornografie in Medien und Werbung für Sextourismus fordert. In dem aktuellen Bericht unter Punkt 17 fordert das Parlament nun die EU und seine Mitgliedstaaten auf, "konkrete Maßnahmen folgen zu lassen".
War es vor 16 Jahren noch vergleichsweise einfach, etwa die Verbreitung von Pornozeitschriften zu verbieten, könnte ein entsprechendes Verbot im Internetzeitalter nur auf Zensur durch die privaten Provider hinauslaufen, warnen die Piraten.
Der Gleichstellungsbericht selbst ist mehr eine zu Papier gebrachte Willenserklärung der EU-Staaten im Kampf gegen sexuelle Diskriminierung. Gefährlich wäre allerdings die Möglichkeit für Internetanbieter, ohne rechtliche Grundlage willkürlich Inhalte oder Teile im Internet auf Drängen der Politik sperren zu können. Engström selbst wird deshalb gegen die Ratifizierung stimmen.
"Obwohl ich dem Ziel, Stereotype zu eliminieren, absolut zustimme", schreibt er in seinem Blog. Seiner Meinung nach öffne es unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung der Politik Tür und Tor, "Selbstregulierungen" zu erzwingen.
"Selbst wenn diese Initiative zahnlos erscheinen mag, verdeutlicht sie, dass verschiedene Interessengruppen beständig versuchen, die Provider in die Pflicht zu nehmen und für ihre Interessen einzuspannen", kritisiert Maximilian Schubert, Generalsekretär der Internet Service Providers Austria, dem Dachverband aller Anbieter in Österreich. "Die Bedeutung der Meinungsfreiheit im Internet ist uns bewusst. Wir lehnen sämtliche Versuche, Anbieter ohne gesetzliche Grundlage, gleichsam als Hilfssheriffs, zu verpflichten, ab." (Julia Herrnböck, DER STANDARD, 12.3. 2013)
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unter dem Motto: lasst den Leuten ihre Pornofilme, dann merken sie sonst nichts? Wie ich aus einem mir empfohlenen Blog gelernt habe, will die EU im nächsten Budget zusätzliche Milliardensummen für den Ausbau des Überwachungsstaates. Achtsam sein!! http://goo.gl/0wZSW
ein wichtigerer beitrag für die frauenrechte wäre ein eu konformes konzept zur gleichstellung in wirtschaftlichen belangen wie des gehaltes und nicht nicht dem "pornoverbot". das wäre ein wichtigerer schritt in richtung frauenrecht. und ich frag mich auch ob dieses verbot rechtens ist. denn solange alles in einvernehmen sind und die gesetzlichen rahmenbedingungen erfüllt sind sehe ich keine anlass für solch ein verbot
weibliche darstellerinen arbeiten wesentlich härter und öfter und länger, stellenweise müssen sie gar mehrere männer gleichzeitig bedienen.......eine erschwerniss und schmutzzulage wäre das mindeste.....und eine früheres pensionsantrittsalter, da die arbeit aufs kreuz und die knie geht !!!!
....oder ???
Grüsse
Weil die lieben Moralaposteln Pornos nicht gutheißen, wollen sie andere dazu zwingen, keine mehr zu konsumieren.
Was aber dabei vergessen wird: solche Verbote bringen gar nichts, außer eine weitere Aushöhlung der persönlichen Freiheiten. Den redlichen moralisch blitzsauberen Gutmenschen ist das egal - Pornos sind nicht mehr unmittelbar sichtbar. Aus den Augen, aus dem Sinn. Daß es diese Filmchen aber immernoch gibt, und jetzt *erst recht* unter Zwang entstehen (weil die freiwilligen Pornosdarsteller Berufsverbot haben), übersehen sie.
Dasselbe kann man 1:1 bei Versuchen zum Prostitutionsverbot sagen. Klappt nie, und treibt das Gewerbe nur in den Untergrund, wo es den Damen dann noch viel schlimmer geht.
Und die meisten Poster plärren dabei los wie Heroinjunkies, denen man ihr Gift wegnehmen will.
Wir können wirklich stolz darauf sein, wie 'aufgeklärt' wir heute sind.
Bin ich froh, in so einer Sch(p)asgesellschaft leben zu dürfen und nicht in Neandertalerzeiten.
Das "es war eh schon immer alles so"-Argument ist leider eine Kurzschluss-These. Denn wenn wir mit den uns heute zur Verfügung stehenden technologischen Mitteln genau das weitermachen, was die Neandertaler mit Keule und Faust gemacht haben, dann wird unser Globus bald eines Wüste sein.
Und auch wenn's niemand gerne hört: Dass viele Partnerschaften heute schnell in einer emotionalen Wüste enden (unter der am allermeisten die Kinder leiden), da leistet Porno einen massiven Beitrag.
Sie haben wohl recht, in einer Zeit, in der ausnahmslos alles wurscht ist (sein muss), darf sich der, der das hinterfrägt, als nicht normal vorkommen.
Wir haben endlich ein zeitalter erreicht, in dem alles wurscht und alles total (un)lustig ist. Eine glanzvolle Zukunftz steht vor uns. -Und da motzt doch tatsächlich einer... Gibts denn das?
Der sollte sich mal updaten, was heute so Sache ist:
http://www.youtube.com/watch?v=ea0GiqNJr-A
und eigentlich recht schüchtern, wie auch recht traditionell was deren Wünsche angeht.
Haben Sie die Doku überhaupt bis zum Schluss gesehen?
Jede Generation hat Musik,Texte, Ausdrücke die Eltern zur Verzweiflung und Weißglut treiben.
60er/70er/80er voll Sex, Pornographie und Drogen.
90er Grunge, RrriotGrrrls, Techno (Sex, Pornographie, Drogen)
Also recht was anderes ist es jetzt nicht, die Technologie ändert sich halt.
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