Lachszucht weiter in Händen von Soravia

11. März 2013, 15:33
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Wien - Bei der "Alpenlachs"-Fischzucht der Soravia Food Market (SFM) bleiben die Beteiligungsverhältnisse trotz anderslautender Medienberichte unverändert, wurde am Montag bekräftigt. Der Kärntner Bau-Unternehmer Hanno Soravia hält weiter ein Drittel - ebenso wie die Wiener Städtische Versicherung sowie die Unternehmer Alexander und Adrian Riklin. Man habe 2012 hier 3 Mio. Euro investiert und stehe zum Alpenlachs-Engagement, erklärte Soravia. Und die Wiener Städtische Versicherung betonte, sie habe ihren Anteil nicht aufgestockt und beabsichtige das auch nicht.

Städtische-Generaldirektor Robert Lasshofer hatte im Herbst von einem reinen Finanzinvestment gesprochen, das auf fünf Jahre angelegt sei - und dies wurde jetzt auch wieder bekräftigt.

Bei der vorige Woche via Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) erfolgten Bekanntgabe des Erwerbs einer gemeinsamer Kontrolle an der Soravia Food Market durch die Städtische sowie die Riklin-Unternehmen R1 Holding GesmbH. und SR BeteiligungsgesmbH. gehe es lediglich um die "formale Anmeldung" des seit Herbst bekannten Einstiegs der VIG-Tochter bei der SFM. "An den Beteiligungsverhältnissen hat sich nichts geändert", so die Städtische.

Für den Sprung in die Gewinnzone fehlten bisher freilich ausreichende Mengen an Fisch, hieß es zuletzt in der Alpenlachs Soravia GmbH, die eine 100-Prozent Tochter der Food Market ist. Die Geschäftsführung habe aber für 2014 den Turnaround angekündigt, hieß es am Montag im "STANDARD", der von einem angeblichen Absprung der Soravias aus dem Unternehmen sprach.

Neuer Fischzuchtbetrieb

Für Nachschub solle jetzt ein neuer Fischzuchtbetrieb in Förolach bei Hermagor in Kärnten sorgen, in den laut Soravia-Aussendung von Montag im Vorjahr knapp 3 Mio. Euro investiert wurden: Damit sichere man zusammen mit den Partnern wichtige Arbeitsplätze und könne für die höhe Qualität der Fische garantieren. In den Becken sollen, hieß es nach anderen Angaben, jährlich hundert Tonnen an Fisch heranwachsen. Verkauft werden soll ab Hof, über die Gastronomie und einzelne Handelsketten.

Der Kapitalbedarf der Fischzucht ist offenbar enorm, frühere Mitgesellschafter haben sich aus dem Grund schon verabschiedet. Hohe Verluste brachte zudem der Kauf einer Sushi-Produktion im Jahr 2010 - kurz vor der Tsunami-Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011, die die Nachfrage nach Sushi gegen Null absacken ließ. Verhandelt worden sein soll zuletzt auch über einen Einstieg des Porsche-AG- und Porsche-Holding-Aufsichtsratschefs Wolfgang Porsche bei der Alpenlachs-Zucht, doch wurde man offenbar nicht handelseins.

Auf www.alpenlachs.at wird übrigens gerade die Homepage überarbeitet. "Wir bitte um Geduld und wünschen Petri heil!", heißt es dort. (APA, 11.3.2013)

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