Heckenschütze: Spezialisten der Polizei evaluieren Einsatz in Oberösterreich

11. März 2013, 14:52
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32-Jähriger ging mit Metallstangen auf Beamte los

Leonding - Nachdem ein 32-Jähriger Donnerstagabend in Leonding (Bezirk Linz-Land) einen Großeinsatz der Exekutive ausgelöst und sich am Ende mit einer Dienstwaffe der Exekutive selbst getötet hatte, wird ein Spezialisten-Team der Abteilung Qualitäts- und Wissensmanagement intern ermitteln. Zum Motiv für die Tat gab es keine neuen Informationen, lediglich dass der Mann die Polizisten mit religiösen Wahnäußerungen empfangen hatte, teilte die Polizei-Pressestelle am Montag mit.

Der 32-Jährige öffnete den Beamten, die einer Anzeige wegen Lärmbelästigung folgten, wurde aufbrausend und ging mit zwei Metallstäben auf sie los. Einer der Polizisten zog seine Dienstwaffe. Diese entriss ihm der Wohnungsbesitzer im folgenden Handgemenge und bedrohte die Beamten damit. Sie zogen sich sofort zurück und verständigten die Spezialeinheit Cobra.

Mann starb im Krankenhaus

Bis 4.00 Uhr wurde mit dem Mann verhandelt, um ihn zur Herausgabe der Waffe zu bewegen - ohne Erfolg. Daher stürmte das Einsatzkommando die Wohnung. Vor seiner Festnahme drückte der 32-Jährige nochmals ab und schoss sich in den Kopf. Er wurde schwer verletzt ins Spital eingeliefert, wo er Freitag früh starb.

Das Landeskriminalamt nahm Ermittlungen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt auf. Ein internes Spezialisten-Team soll zudem die gesamte Amtshandlung ab dem Zeitpunkt der Alarmierung evaluieren. Die Landespolizeidirektion plane unabhängig von dem Vorfall in Leonding, bestimmte Vorfälle zu untersuchen, um mit den Ergebnissen die Ausbildung und Organisation anpassen zu können, so die Exekutive. (APA, 11.3.2013)

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