Ubuntu-Gründer Shuttleworth gegen "Rolling Releases"

11. März 2013, 12:31
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Von Canonical-Vizepräsident ins Spiel gebrachte Änderung sei keineswegs beschlossene Sache - LTS sollen stärker in Vordergrund gerückt werden

Zum wiederholten Male wird bei der Linux-Distribution Ubuntu derzeit über eine Änderung des Veröffentlichungsmodells diskutiert. Und dies durchaus mit einflussreicher Unterstützung: Canonical-Vizepräsident Rick Spencer höchstpersönlich ein Modell ins Spiel gebracht, bei dem die normalen sechsmonatigen Release wegfallen, und statt dessen laufend neue Feature-Updates an die NutzerInnen ausgeliefert würden.

Shuttleworth

Nun mischt sich Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth in die Diskussion ein, und versucht dabei offenbar die Bremse zu ziehen. Solch eine Umstellung sei keineswegs beschlossene Sache, betont der südafrikanische Milliardär in einem Blog-Eintrag, um gleich nachzuschieben, dass er dagegen sei.

Argumentation

Rolling Release seien einfach kein "echten" Release und würden jenen, die Sicherheit benötigen, diese nicht in ausreichendem Maße offerieren. All zwei Jahre dann eine große neue Betriebssystemversion als Sammlung zu veröffentlichten - wie es das Rolling-Release-Modell vorsehen würde - sei wiederum einfach viel zu wenige. Zudem: Wer das Bedürfnis nach laufend aktualisierten Versionen habe, können schon jetzt die Daily-Builds herunterladen.

Plan

Shuttleworth macht sich statt dessen für andere Maßnahmen stark: So wäre eine weitere Verkürzung der Release-Zyklen anzudenken, einhergehend mit der Betonung der LTS-Ausgaben als "Haupt-Releases". Zudem müsste dann der Upgrade-Prozess weiter verbessert werden, damit leichter einzelne Releases übersprungen werden können. (apo, derStandard.at, 11.03.13)

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