3.500 Euro Belohnung für Hinweise auf Tierquäler in Oberösterreich

11. März 2013, 11:58
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Gehäufte Fälle von Tierquälerei: Hunde und Katzen wurden vergiftet, verstümmelt und überfahren

Linz - Nach mehreren Fällen von Tierquälerei in Oberösterreich hat der Wiener Tierschutzverein nun 2.500 Euro Belohnung für entscheidende Hinweise zur Ergreifung der Täter geboten. Die "Pfotenhilfe" setzte bereits vergangene Woche je 1.000 Euro Prämie aus. Acht Dackelwelpen und ein Rüde verendeten in Niederneukirchen (Bezirk Linz-Land) an Giftködern. Ein Unbekannter dürfte die Köder zuvor über den Gartenzaun geworfen haben. Nur die Mutter der neun Wochen alten Welpen überlebte.

Im Bezirk Kirchdorf wurden mehrere Katzen verstümmelt und getötet. Jugendliche sollen mehrere Katzen auf dem Heimweg aus der Disco überfahren haben und einigen Tieren die Augen ausgestochen und die Bäuche aufgeschlitzt haben, informierte die Pfotenhilfe in einer Aussendung. Einem Vierbeiner sei außerdem ein Schweizerkracher in den After gesteckt worden.

Kritik an Ermittlungsarbeit der Polizei

Tierfreunde in der Region würden fürchten, dass die Polizei nicht alle Ermittlungsmöglichkeiten ausschöpft, um den Tätern auf die Spur zu kommen, hieß es in einer Presseaussendung des Wiener Tierschutzvereins am Montag. Es sei jedenfalls unverständlich, dass nach so vielen Übergriffen immer noch keine Verdächtigen gefunden werden konnten. Daher ersuche man die Bevölkerung um Mithilfe.

Laut Paragraf 222 Strafgesetzbuch steht auf Tierquälerei bzw. mutwillige Tötung bis zu ein Jahr Gefängnis. Der Wiener Tierschutzverein kritisiert jedoch, dass Fälle von Tierquälerei nicht genügend sanktioniert werden würden. Eine Geldstrafe oder eine bedingte Haftstrafe würden nicht abschreckend genug wirken, um solche Taten an Tieren zu verhindern. "Bereits mehrere Studien weisen den Zusammenhang zwischen Gewalt an Tieren und Gewalt an Menschen nach", gibt der Verein einer Aussendung zu bedenken. (red, APA, 11.3.2013)

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