"SimCity": Online-Zwang war Wunsch der Entwickler, kein Druck durch EA

11. März 2013, 10:07
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Managerin Bradshaw: Probleme sollen in Bälde behoben sein

Der heftig umstrittene Online-Zwang des neuen Aufbaustrategiespiels "SimCity" wurde auf Wunsch des Entwicklers Maxis durchgesetzt und war keine Auflage des Herausgebers Electronic Arts. "Es liegt an Maxis. EA zwingt uns kein Design auf. Es ist unseres, wir arbeiten 24/7 daran, es zum Laufen zu bekommen und wir machen Fortschritte", richtet ein Maxis-Sprecher über Twitter aus. Wie berichtet, begründet das Studio die verpflichtende Online-Komponente damit, dass ein Teil der Berechnungen des Spiels von Servern übernommen werden müssen. Dies betrifft unter anderem die Synchronisation von einzelnen Städten in den Spielregionen, die Aktualisierung von Spieler-Statistiken und die Berechnung von globalen Marktpreisen für gehandelte Rohstoffe.

Keine Änderung in Sicht

Zum Ärger der Kritiker und auch jener über 6.000 Unterstützer einer Online-Petition sei keine Änderung dieses Designs geplant. "Wir haben keinerlei Absichten, SimCity in absehbarer Zeit offline spielbar zu machen", heißt es in einer Stellungnahme gegenüber Polygon. Das Spiel sei von Grund auf mit den Online-Funktionen entwickelt worden, wodurch die nachträgliche Umsetzung eines Offline-Modus mit erheblichen Aufwand verbunden wäre. "Das Spiel wurde für Mehrspieler designt, wir simulieren die komplette Region auf dem Server, womit (ein Offline-Modus) einfach nicht möglich ist."

Vertrauen der Konsumenten zurückgewinnen

Oberste Priorität der Entwickler habe nun, das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen. "Ich freue mich berichten zu können, dass das Kernproblem, das die Spiel-Verbindung betrifft, so gut wie gelöst wurde", schreibt General Managerin Lucy Bradshaw auf der offiziellen "SimCity"-Webseite. "Unsere Spieler konnten bisher fast 8 Millionen Stunden spielen und wir haben die Anzahl der Spielabstürze seit dem Start um 92 Prozent senken können."

Unterdessen reagierte auch Herausgeber EA auf die unzähligen Kundenbeschwerden. So wurde bis auf Weiteres wurde die Vermarktung des Spiels eingefroren, bis der Betrieb wieder problemlos möglich ist. Und Spieler, die "SimCity" aktiviert haben, erhalten am 18. März ein kostenloses Spiel aus dem Portfolio der Online-Vertriebsplattform Origin. (zw, derStandard.at, 11.3.2013)

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    foto: ea/maxis

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