Deutsche Grüne wollen Plastiksackerl besteuern

10. März 2013, 16:42
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22 Cent pro Sackerl sollen eingehoben werden. Ziel ist es, Plastik wegen seiner Umweltgefahren zu reduzieren

Berlin/Brüssel - Die Grünen in Deutschland haben die Einführung einer Steuer von 22 Cent pro Plastiksackerl vorgeschlagen. Deutschland solle mit der Abgabe Vorreiter für die von der EU geplanten Maßnahmen zur Verringerung des Plastikmülls sein, sagten die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Dorothea Steiner, und die Grünen-Fraktionsvorsitzende im EU-Parlament, Rebecca Harms, der "Bild"-Zeitung.

Gefahr für die Weltmeere

Die Verwendung erdölbasierter Kunststoffe müsse dringend eingeschränkt werden, sagte Steiner. Mit der Abgabe könne "die Erforschung biologisch abbaubarer Kunststoffe finanziert" werden. "Einweg-Plastiktüten, die zu Tausenden im Meer landen, bedrohen das Meeresleben immer mehr", ergänzte die Grünen-Fraktionschefin im EU-Parlament, Rebecca Harms.

EU-Umweltkommissar Janez Potocnik hatte am Donnerstag ein Diskussionspapier zur Verringerung des Plastikmülls vorgestellt. Allein 2010 seien EU-weit 95,5 Milliarden Plastiksackerl in Umlauf gebracht worden. Eine derStandard.at-Umfrage über die Besteuerung von Plastiksackerln ergab große Zustimmung für eine Steuer. (APA, 10.3.2013)

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