Mindestens acht Tote bei Großbrand in Deutschland

10. März 2013, 12:58
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Drei Verletzte - Sieben Kinder unter den Opfern

Stuttgart - Mindestens acht Menschen, darunter sieben Kinder, sind bei einem Brand im schwäbischen Backnang nahe Stuttgart gestorben. Bei den Opfern handle es sich nach ersten Erkenntnissen um eine Frau und sieben Kinder im Alter von sechs Monaten bis 16 Jahren türkischer Herkunft, sagte ein Polizeisprecher. Die Leichen seien im ersten Obergeschoß des Gebäudekomplexes gefunden worden. Die Opfer stammten alle aus einer Familie.

Das Feuer war in der Nacht auf Sonntag ausgebrochen. Drei Menschen - vermutlich ein elf Jahre alter Bub, dessen Onkel und Großmutter - konnten die Einsatzkräfte von einer Art Balkon retten. Sie kamen in Krankenhäuser. Retter betreuten rund 50 Familienangehörige und Bekannte. "Ich hoffe nicht, dass wir weitere Personen finden", sagte ein Polizeisprecher. Der Vater der Kinder war laut Polizei zum Zeitpunkt des Unglücks nicht zu Hause.

Türkischer Botschafter will anreisen

Der türkische Botschafter in Deutschland, Hüseyin Avni Karslioglu, wollte am Sonntag zum Unglücksort kommen. Das sagte ein Sprecher der Botschaft. Der türkische Vizepremier Bekir Bozdag äußerte sich via Twitter: Er erwarte eine Klärung der Brandursache, die "keinen Raum für Zweifel lasse". Angesichts fremdenfeindlicher Anschläge in Deutschland in den vergangenen Jahren hat das Feuer in der türkischen Öffentlichkeit die Sorge ausgelöst, auch der Brand von Backnang könne politische Hintergründe haben. Es gebe jedoch keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Anschlag oder Brandstiftung, betonte ein Polizeisprecher.

Opfer starben an Rauchvergiftung

Der Brand war in einem Häuserkomplex mit mehreren Wohnungen ausgebrochen. Die Flammen erfassten vom ersten Obergeschoß aus schnell die Etage darüber. Nach ersten Angaben starben die Opfer an Rauchvergiftungen und verbrannten dann.

Brandursache unklar

Die genaue Brandursache war zunächst unklar. Infrage kommt nach Polizeiangaben vor allem ein technischer Defekt an einem Holzofen. Der Sachschaden liegt mindestens im sechsstelligen Euro-Bereich.

Die Anlage ist eine frühere Lederfabrik und besteht aus mehreren Gebäuden, die miteinander verbunden sind. 13 Menschen waren in den beiden hauptsächlich betroffenen Wohnungen gemeldet, sagte der Polizeisprecher. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich dort mehr Menschen aufgehalten hätten. Rauch drang auch in andere Teile der Anlage.

Die Feuerwehr hatte Unterstützung aus umliegenden Städten angefordert. Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort. Im Untergeschoß der Anlage mussten zwei Gaststätten evakuiert werden, die bei Ausbruch des Feuers noch gut besucht waren, wie ein Sprecher der Feuerwehr berichtete. Im Erdgeschoß des Gebäudes ist auch ein Deutsch-Türkischer Kulturverein untergebracht. Ein Sachverständiger soll die Brandstelle nach Absprache mit einem Statiker begutachten. (APA, 10.3.3013)

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    Der Brand brach um 4:30 aus.

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    Noch kann die Feuerwehr nicht ausschließen, dass sich noch mehr Personen im Gebäude befanden.

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