"Memoto"-Kamera zeichnet gesamtes Leben auf

10. März 2013, 11:33
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Alle dreißig Sekunden macht die Kamera ein Foto

Mit Hilfe von Smartphone-Apps und sozialen Netzwerken kann ein User sein Leben bis ins kleinste Detail festhalten. Wer das gerne macht und sein Leben festhalten will, wird es aber kaum schaffen, in regelmäßigen Abständen Fotos zu machen oder Erinnerungen zu speichern. Mit einer neuen Mini-Kamera namens "Memoto" soll dieser Hürde Abhilfe geschaffen werden.

Alle 30 Sekunden

Das schwedische Start-up Memoto hat eine kleine Kamera entwickelt, die man an seine Kleidung heften kann. Ganz automatisch macht die Kamera Fotos und schaltet sich nur aus, wenn es dunkel ist, sie mit der Linse nach unten liegt oder in die Tasche gesteckt wird. Laut New York Times beträgt das Aufnahmeintervall 30 Sekunden. Wer also um sieben  Uhr aufsteht, sich die Kamera am Kragen installiert und um 22 Uhr schlafen geht, hat am Ende des Tages 1.800 Fotos.

Ein Jahr Hosting dazu

Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und hat fast eine Million Dollar Funding über Kickstarter und europäische Investoren einsammeln können. Das Gerät selbst wird für 279 Dollar verkauft, ein Jahr Bilder-Hosting inklusive. Insgesamt stehen dem User dabei acht Gigabyte an Speicher zur Verfügung, was etwa für 6000 Fotos reicht. Ab Ende April werden die ersten Bestellungen ausgeliefert.

Ausbaufähig

Wer in dem riesigen Fotoarchiv nach bestimmten Momenten sucht, kann dies entweder über die Eingabe von GPS-Daten oder Zeitpunkte machen, weitere Tracking-Daten sollen folgen. So könnten beispielsweise auch Daten von Nike Plus oder anderen Jogging-Apps herangezogen werden. Das Versenden von Fotos auf Twitter oder Evernote kann ebenfalls programmiert werden.

Über Datenschutz haben sich die Entwickler angeblich ebenfalls Gedanken gemacht. So habe man das Design absichtlich so gewählt, dass die Kamera auffällt, um andere darauf aufmerksam zu machen. Die Gründer sind sich außerdem darüber einig, dass sich die Datenschutz- und Privatsphärebedenken "auf natürlichem Weg" lösen werden, sobald Geräte wie Memoto oder Google Glass von der Masse adaptiert werden. (red, derStandard.at, 10.3.2013)

Memoto Pre-order Product Video from Memoto on Vimeo.

 

  • Die Memoto-Kamera soll als "Lifelogging"-Device dienen
    screenshot: vimeo

    Die Memoto-Kamera soll als "Lifelogging"-Device dienen

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