Sturm landet ersehnten Sieg in Ried

9. März 2013, 20:45
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2:1 nahm etwas Druck von Trainer Hyballa - Erstes Bundesligator von Toni Vastic für Ried ohne Wert

Ried - Sturm Graz hat seine Durststrecke beendet. Die Grazer landeten am Samstag in der 25. Runde der Fußball-Bundesliga mit einem 2:1 (0:0) bei der SV Ried ihren ersten Sieg im Jahr 2013. Der Tabellenvierte rückte damit bis auf einen Punkt an den Dritten Rapid heran. Die Tore für Sturm erzielten David Schloffer (56.) und Richard Sukuta-Pasu (85.). Der eingewechselte Toni Vastic hatte vor 4.400 Zuschauern zwischenzeitlich für die Rieder ausgeglichen (70.).

Rieder Negativ-Serie

Auch die Rückkehr zu einem alten System vermochte die Rieder Negativserie nicht zu beenden. Neo-Trainer Michael Angerschmid kehrte zum einst erfolgreichen 3-3-3-1 zurück, dennoch setzte es die dritte Niederlage in Folge. Fünf Partien sind die Oberösterreicher bereits sieglos, und verloren den fünften Tabellenplatz an Aufsteiger WAC.

Markus Hammerer ersetzte statt Toni Vastic den verletzten Rene Gartler als Rieder Solospitze, vergab vor der Pause aber die einzige Torchance (39.). Nach Flanke von Meilinger kam er nicht mehr richtig zum Ball, kollidierte stattdessen mit der Stange. Die Grazer, ohne den gesperrten Madl, den verletzten Szabics und den erkrankten Kaufmann, waren in der Anfangsphase die initiativere Mannschaft.

Der statt Kaufmann ins Team gerückte Martin Ehrenreich brachte den Ball nach Schloffer-Schupfer aber nicht mehr im Tor unter (21.). Nach Seitenwechsel schlug Schloffer nach Zuspiel von Tobias Kainz aus spitzem Winkel zu - ausgerechnet in einer Phase, in der die Gastgeber auf dem holprigen Rasen langsam das Kommando übernommen hatten.

Auf der Gegenseite verfehlte Meilinger das Kreuzeck mit einem Schlenzer knapp (65.), ehe dem keine zehn Minuten davor eingewechselten Vastic nach schöner Ballannahme am linken Eck des Fünfmeterraumes der Ausgleich gelang. Der 20-jährige Sohn von Sturm-Legende Ivica Vastic erzielte sein erstes Bundesligator damit ausgerechnet gegen jenen Club, mit dem sein Vater seine größten Erfolge gefeiert hatte.

Das Ende der Rieder Durststrecke schien möglich, als Sturm-Regisseur Jürgen Säumel einen Schuss von Gernot Trauner vor der Linie klären musste (82.). Stattdessen bescherte Sukuta-Pasu den Grazern den ersten Sieg in diesem Jahr - und seinem zuletzt heftig kritisierten, aber vom Vorstand bestätigten Trainer Peter Hyballa damit vielleicht eine etwas ruhigere Woche.

Glücklicher Siegtreffer, rassistische Laute

Sukuta-Pasu erzielte nach einem Konter und unfreiwilligem Assist von Sturmpartner Rubin Okotie, der eigentlich das lange Eck anvisiert hatte, sein zehntes Saisontor. Der Deutsche beklagte sich danach über Affenlaute aus dem Rieder Fan-Sektor. Sturm beendete sein Tief nach zuletzt sechs Partien ohne Sieg. Gegen ihren "Lieblingsgegner" aus dem Innviertel haben die Steirer aber alle drei bisherigen Saisonspiele gewonnen. (APA, 09.03.2013)

SV Ried - SK Sturm Graz 1:2 (0:0)
Keine-Sorgen-Arena, 4.400, SR Grobelnik.

Torfolge:
0:1 (56.) Schloffer

1:1 (70.) T. Vastic

1:2 (85.) Sukuta-Pasu

Ried: Gebauer - Trauner, Reifeltshammer, Riegler - Hinum, Hadzic, Schreiner - Walch (61. Nacho), Zulj, Meilinger - Hammerer (63. T. Vastic)

Sturm: Focher - Ehrenreich, Dudic, Vujadinovic, Klem - Schloffer, T. Kainz (76. Weber), Säumel, F. Kainz - Okotie (90. M. Koch), Sukuta-Pasu

Gelbe Karten: keine bzw. F. Kainz, Sukuta-Pasu

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