Tierschützer protestierten gegen Hermelin-Saum des Papstmantels

8. März 2013, 18:38
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20 Aktivisten ketteten sich vor Eingang der Schneiderei Gammarelli in Rom

Vatikanstadt - Zirka zwanzig italienische Tierschützer haben sich am Freitag vor der Papst-Schneiderei Gammarelli in Rom angekettet, die die Roben für den neuen Pontifex angefertigt hat. Sie protestierten damit gegen den Hermelin-Saum auf einem Winterumhang, der in der Auslage der Schneiderei ausgestellt ist. Der Protest richtete sich auch gegen den "Camauro" (Kopfbedeckung), der mit Pelz besetzt sei. Außerdem seien die roten Schuhe des Papstes aus Känguruh-Leder gefertigt, behaupteten die Tierschützer.

"Wir bitten den Papst, kein Leid der Tiere zu tragen. Keine Kleider mit toten Tieren", sagte Walter Caporale, Präsident des Verbands "Animalisti Italiani Onlus". Die Tiere würden einzig wegen ihres Pelzes getötet. Der weiße Mantel aus dem Winterfell des Hermelins wurde von Fürsten und hohen Geistlichen an Festtagen getragen.

Benedikt XVI. hatte sich im Dezember 2005 als erster Papst seit über 40 Jahren wieder mit dem Camauro in der Öffentlichkeit gezeigt. Zuletzt hatte Johannes XXIII. in seiner von 1958 bis 1963 dauernden Amtszeit einen Camauro getragen. Johannes XXIII. soll die Mütze sogar so sehr geliebt haben, dass er sich mit dieser nicht liturgischen Kopfbedeckung bestatten ließ. (APA, 8.3.2013)

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    Italienische Tierschützer vor dem Papst-Schneider Gammarelli.

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