Gedenken an den Tag, an dem in Wien "die Hölle losbrach"

8. März 2013, 18:28
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"Nationale Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Justiz" am Zentralfriedhof eingeweiht

Anlässlich des 75. Jahrestag des "Anschlusses" wird am Montag um 11.00 Uhr bei einem Festakt, zu dem Kanzler Werner Faymann und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner laden, am Zentralfriedhof eine "Nationale Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Justiz" eingeweiht. Im Wiener Landesgericht wurden während der NS-Zeit Hunderte Todesurteile vollstreckt. Erinnert wird an die damals am Zentralfriedhof "formlos verscharrten" Leichen, wie es im Text der Gedenktafel heißt.

Um 19.00 Uhr wird weiter im Prunksaal der Nationalbibliothek - im Rahmen der Ausstellung Nacht über Österreich - das Buch "Das Zeitalter der Verluste" von STANDARD-Redakteur Thomas Trenkler präsentiert. Akademie-Rektorin Eva Blimlinger leitet ein. Um 20 Uhr findet im Burgtheater eine von Hermann Beil zusammengestellte Veranstaltung unter dem Titel "Der 11. März 1938" statt: Das Ensemble gedenkt jenes Tages, an dem in Wien "die Hölle losbrach" (Carl Zuckmayer). Burg-Direktor Matthias Hartmann und Bundespräsident Heinz Fischer werden begrüßen. Tags darauf hält Heinz Fischer einen Gedenkakt in der Hofburg ab. Aus der Präsidentschaftskanzlei heißt es dazu, dass das "gesamte offizielle Österreich" eingeladen sei. (DER STANDARD, 9./10. 3. 2013)

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