Antisemitische Tweets: US-Regierung zieht Preis für Ägypterin zurück

8. März 2013, 15:23
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Anschläge via Twitter gelobt - Samira Ibrahim bestreitet Urheberschaft und verweigert Entschuldigung

Washington/Kairo - Eine ägyptische Frauenrechtlerin ist wegen antisemitischer Äußerungen von der Verleihung eines Preises für mutige Frauen in den USA ausgeschlossen worden. Samira Ibrahim soll im Kurznachrichtendienst Twitter unter anderem einen Anschlag auf israelische Touristen und die Terroranschläge vom 11. September 2001 gelobt haben.

"Ich habe es abgelehnt, mich von der amerikanischen Regierung zwingen zu lassen, mich bei der zionistischen Lobby zu entschuldigen, deshalb wurde der Preis zurückgezogen", schrieb sie am Freitag. Gleichzeitig behauptet sie jedoch, die umstrittenen Textnachrichten stammten nicht von ihr, jemand habe ihren Twitter-Account gehackt.

Möge Amerika jedes Jahr brennen"

Victoria Nuland, Sprecherin des Außenministeriums, erklärte am Donnerstag, die Herkunft der fragwürdigen Nachrichten werde nun überprüft. Ibrahim war zu diesem Zeitpunkt bereits auf Staatskosten in die USA geflogen. Eine der arabischen Kurznachrichten lautete: "Heute ist der Geburtstag von 9/11. Möge Amerika jedes Jahr brennen."

Ibrahim sollte anlässlich des Weltfrauentages (8. März) ausgezeichnet werden. Sie hatte gegen das ägyptische Militär geklagt, nachdem sie und andere Demonstrantinnen im März 2011 in Kairo verhaftet und einem "Jungfrauentest" unterzogen worden waren. (APA, 8.3.2013)

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