"Ö1 statt Formel 1": Grüne starten Online-Petition für ORF-Qualität

8. März 2013, 14:01
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"Ö1 statt Formel 1" - Glawischnig drängt auf Lösung für Freie

Wien - Die Grünen starten eine Online-Petition für mehr Qualität im ORF. Unter dem Motto "Ö1 statt Formel 1" sammeln sie Unterschriften für ein Protestschreiben an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, in dem es unter anderem heißt: "Für Qualität ist beim ORF wenig Geld da, für Quote immer ausreichend." Obfrau Eva Glawischnig ärgerte sich gegenüber der APA unter anderem darüber, dass die "prekären Arbeitsverhältnisse" im ORF-Radio noch immer nicht gelöst seien.

Erst am Donnerstag hatte ein Protestvideo der Ö1-Sprecher darauf aufmerksam gemacht, dass einzelne Klassik-Nachtsendungen künftig nicht mehr live moderiert werden sollen. Für Glawischnig eine "Geschäftsführungsentscheidung", in die sie sich nicht einmischen wolle. Dass Wrabetz den Protest aber am Rande des ORF-Stiftungsrat als "unangemessen" bezeichnet hatte, regt die Grünen auf. "Das Maß des Ärgers ist voll", so Glawischnig. Zumal doch der ORF stets nach einer Fortführung der Gebührenrefundierung rufe und davor warnt, dass deren Entfall sich auch die Qualität des Programms auswirken werde.

Sie ist der Meinung, dass der ORF immer nur dann aufs Geld schaue, wenn es um Qualitätsprogramm gehe. "Bei allem was Sportrechte, was Showprogramme betrifft, wird jedes Maß gesprengt". Auf der anderen Seite gebe es keine Aussicht auf eine Lösung etwa bei Ö1, wo "hochqualifizierte" freie Mitarbeiter, "fast ausschließlich Frauen" erstklassiges Programm erstellten. Die Ausgaben für die Formel 1-Rechte etwa stünden "in keiner Relation zu dem, was man in diesem prekären Arbeitsbereich lösen könnte. Das ärgert mich, denn das kann man sich auf Servus TV genau so anschauen".

Glawischnig will nun unter http://www.gruene.at/oe1-statt-formel1 Unterschriften sammeln und das Thema a la longue auch bei einem Treffen mit Wrabetz erörtern. (APA, 8.3.2013)

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