Ban Ki-moon: "Wut muss uns zum Handeln bewegen"

8. März 2013, 11:52
1 Posting

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon erinnerte daran, dass in dieser Woche in New York die Kommission für die Rechtsstellung der Frau tagt

New York/Wien - "An diesem Internationalen Frauentag müssen wir auf ein Jahr schockierender Gewalt gegen Frauen und Mädchen zurückblicken und uns fragen, wie wir in diesem Bereich eine bessere Zukunft schaffen können." UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon gibt in einer Botschaft zum Internationalen Frauentag auch gleich die Antwort: "An diesem Internationalen Frauentag muss uns die Wut über diese Taten zum Handeln bewegen", forderte Ban am Freitag. "Wir müssen Gewalt gegen Frauen verfolgen und dürfen niemals zulassen, dass Frauen für den erlebten Missbrauch auch noch bestraft werden."

"Wir müssen diesen Kampf überall aufnehmen", forderte der UNO-Generalsekretär. "Zuhause und am Arbeitsplatz, in Kriegsgebieten und in scheinbar friedlichen Ländern. Vor allem aber müssen wir die Haltung der Menschen ändern, die es zulassen, dass diese Gewalt weiter besteht."

Kommission für die Rechtsstellung der Frau

Ban erinnerte daran, dass in dieser Woche in New York die Kommission für die Rechtsstellung der Frau tagt. "Es ist das größte Treffen der UNO, das es jemals gegeben hat, um der Gewalt gegen Frauen ein Ende zu setzen. Auch danach werden wir alles tun müssen, um Fortschritte zu erzielen."

Für Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger sind Schutz und Stärkung der Rechte der Frauen "nicht nur langjährige prioritäre Anliegen der österreichischen Außenpolitik, sie sind auch und vor allem unerlässliche Elemente jeder offenen und prosperierenden Gesellschaft." In einer Aussendung meinte Spindelegger: "Eine Gesellschaft, die die Rechte von 50 Prozent ihrer Teilhaber missachtet, kann langfristig nicht erfolgreich sein."

"Ein nachhaltiges Bewusstsein"

Besonders wichtig ist es für den Außenminister, "ein nachhaltiges Bewusstsein für Fragen der Gleichstellung zu schaffen. So darf es etwa nicht sein, dass Gewalt gegen Frauen in vielen Gesellschaften weiterhin stillschweigend toleriert wird." Österreich setze sich bei der von Ban angesprochenen UNO-Frauenstatuskommission aktiv für ein starkes Abschlussdokument ein, sagte Spindelegger und verwies auf heimische Projekte zur Stärkung der Frauenrechte im Rahmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. (APA, 8.3.2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon. 

Share if you care.