Kenyatta baut Vorsprung aus

8. März 2013, 22:06
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Teilergebnisse: Vize-Regierungschef bei über 50 Prozent

Nairobi - Nach der Präsidentschaftswahl in Kenia hat Vizeregierungschef Uhuru Kenyatta seinen Vorsprung Teilergebnissen zufolge deutlich ausgebaut. Wie die Wahlkommission des Landes am Freitagabend mitteilte, entfielen auf Kenyatta 5,8 Millionen Stimmen. Sein Hauptkonkurrent, Regierungschef Raila Odinga, kam demnach auf 4,7 Millionen Stimmen. Damit hätte Kenyatta mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereint und müsste nicht in eine Stichwahl um das Präsidentenamt.

Die Ergebnisse bezogen sich auf die ausgezählten Stimmen in 266 der insgesamt 291 Wahlbezirke. Die Wahlkommission muss das endgültige Ergebnis laut Gesetz spätestens am Montag verkünden. Den neben Kenyatta und Odinga angetretenen sechs weiteren Kandidaten werden keine Chancen eingeräumt.

Betrugsvorwürfe aus dem Odinga-Lager hatte die Wahlkommission am Donnerstag zurückgewiesen. Odingas Kandidat für die Vizepräsidentschaft, Kalonzo Musyoka, hatte beklagt, in einigen Fällen habe es mehr Stimmzettel gegeben als registrierte Wahlberechtigte.

Kenyattas Unterstützer bemängelten indes das langsame Voranschreiten der Auszählung. Sie kritisierten zudem, dass ungültige Stimmen in das Wahlergebnis einbezogen werden sollen, was für die Frage, ob eine Stichwahl nötig wird, entscheidend sein könnte. (APA, 8.3.2013)

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