Lebensgefährtin erstochen: Österreicher in Bayern verurteilt

7. März 2013, 20:26
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Zwölf Jahre Haft wegen Totschlags

Traunstein/Innsbruck - Ein 47 Jahre alter Österreicher ist wegen Totschlags an seiner Lebensgefährtin zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der Angeklagte die 35-Jährige in der Nacht auf den 9. Juli 2012 aus Eifersucht über deren neuen Freund auf einem Feldweg in Traunstein erstach.

Die Frau hatte ihm unmittelbar zuvor die Beziehung zu dem Mann gestanden. Am ersten Prozesstag hatte der Angeklagte ein oder zwei Messerstiche zwar eingeräumt, aber gesagt, er könne sich an die Tat selber nicht mehr erinnern. Das Paar hatte in Tirol acht Jahre zusammengelebt.

Verteidiger prüft Revisionsantrag

In seinem Plädoyer wich Staatsanwalt Andreas Miller vom Mordvorwurf ab und forderte 13 Jahre Haft wegen Totschlags. Verteidiger Harald Baumgärtl plädierte auf sieben Jahre Haft wegen Totschlags in einem minderschweren Fall. Er machte die Kränkung seines Mandanten wegen des Doppellebens der Freundin geltend. Der Vorsitzende Richter Erich Fuchs sah jedoch keinen minderschweren Fall eines Totschlags und blieb mit seinem Strafmaß nur ein Jahr unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Verteidiger Baumgärtl prüft nun einen Revisionsantrag. (APA, 7.3.2013)

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