Nexus 10: Googles High-End-Tablet im Test

10. März 2013, 12:41
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Brillanter Bildschirm und tolle Hardware - Lokale Beschränkungen als größtes Manko

Rund zwei Jahre ist es her, da hat Google mit Android 3.0 "Honeycomb" eine erste auf Tablet-Nutzung optimierte Version seines Betriebssystems vorgestellt. Ziel: Die Apple-Dominanz in dieser Gerätekategorie zu brechen, und Android zu neuen Absatzmärkten zu verhelfen. Allein - wirklich erfolgreich war man mit diesem Unterfangen nicht. Android 3.x-Tablets spielten auch in den darauffolgenden Monaten nur eine vergleichsweise geringe Rolle im Gesamtmarkt.

Lernen

Ein Scheitern, dass in Folge auch Google selbst eingestand. Anstatt zu verzagen, machte das Unternehmen aber das, was es am besten kann: Aus eigenen Fehlern lernen und die nötigen Konsequenzen ziehen. Also setzte man sich an das Reißbrett, und begann damit in Zusammenarbeit mit ausgewählten Hardwarepartnern eigene Tablets zu entwerfen. Und siehe da: Das erste Ergebnis dieser Kooperation, das Nexus 7, entwickelte sich mit seiner Mischung aus kompetenter Hardware und äußerst günstigem Preis zum Verkaufsschlager.

Nexus 10

Gegen Ende 2012 folgte dann der nächste Streich: In Kooperation mit Samsung präsentierte man das Nexus 10, ein Gerät, dessen Fokus allerdings etwas anders gelagert ist. Wo das 7-Zoll-Tablet vor allem über den Verkaufspreis punkten, protzt dessen große Schwester mit High-End-Komponenten - und das zu einem Preis der trotzdem unter dem des marktbeherrschenden iPads angesiedelt ist.

Import

Für österreichische KonsumentInnen blieb das Nexus 10 allerdings bis vor kurzem nur eine ferne Versuchung: Beschränkt sich der offizielle Vertrieb des Tablets doch auf Googles eigenen Play Store. Und Österreich zählt nun mal nicht zu den wenigen auserwählten Ländern, in denen der Gerätekauf bei Google möglich ist. Wer das Nexus 10 unbedingt haben wollte, musste also schon zum Eigenimport schreiten, eine Variante, die freilich nur begrenzt massentauglich ist.

Lösung

Seit kurzem hat diese Situation aber ein Ende gefunden: Zwar haben weder Google noch Samsung ihre Position verändert, einige heimische Händler haben die Angelegenheit aber nun selbst in die Hand genommen und das Nexus 10 in ihr Angebot aufgenommen. Angesichts dieser veränderten Situation haben wir uns das Google-Tablet dann doch noch mal etwas näher angesehen, und versucht herauszufinden, ob es sich auch unter den aktuellen Voraussetzung (Verspätung, höherer Preis gegenüber dem Play Store) gegen den Mitbewerb behaupten kann.

Impressionen

Ein erster Eindruck kann oft entscheidend sein, insofern ein echtes Glück für das Nexus 10, dass dieser durchwegs positiver Natur ist: Trotz der von manchen immer wieder kritisierten Verwendung von Plastik als Material, fühlt sich das Gerät vergleichsweise solide an. Die Verarbeitungsqualität liegt deutlich über dem, was Samsung bei seinen Tablets sonst so zu bieten hat. Kleine Abzüge gibt es für die billig anmutenden Knöpfe, wer will kann zudem mit einem festen Druck das Rückpanel zum Knacksen bringen, und dies als Negativum anrechnen. Also wenn man wirklich dringend nach Minuspunkten suchen will - im Alltag zeigt sich das Phänomen nämlich nie.

Mitsprache

Ganz allgemein ist unübersehbar, dass Google erheblichen Einfluss auf das Design gehabt hat. Das zeigt sich nicht nur an Oberflächlichkeiten wie dem Nexus-Branding, sondern auch an gewissen Ähnlichkeiten zum Nexus 7. So ist das obere Drittel des Gehäuses mit einer Textur versehen, um das Halten zu erleichtern. Allerdings stellt sich hier die Frage, warum man dies nicht gleich für die gesamte Rückseite vorgenommen hat, geschadet hätte es jedenfalls nicht, fällt der Rest doch tatsächlich relativ glatt aus.

Eckdaten

Mit einem Gewicht von 603 Gramm und den Abmessungen 263,9 x 177,6 x 8,9 mm ist das Nexus 10 etwas weniger schwer und dick als die marktbeherrschende Apple-Konkurrenz. Wirklich leicht ist so ein Tablet damit natürlich noch immer nicht. Wem dieser Punkt ein besonderes Anliegen ist, der kann schon mal ein halbes Auge auf das Sony Xperia Z werfen, das mit nur 500 Gramm auskommt, und in Kürze erhältlich sein soll. Dabei sei allerdings auch angemerkt, dass es für Tablets eine recht einfache Formel gibt, die auch hier gilt: Geringeres Gewicht = kleinerer Akku = kürzere Laufzeit. (Natürlich ist es die Sache etwas komplexer, durch den hohen Gewichtsanteil des Akkus bei einem Tablet ist dies aber ein recht guter Indikator, Anm.)

Der Wow-Bildschirm

Nach dem ersten Start gibt es gleich einen ordentlichen Wow-Effekt: Der Bildschirm ist, es lässt sich nicht anders sagen, wirklich großartig. Textpassagen sind gestochen scharf, HD-Videos und Fotos zeigen eine beeindruckende Qualität, an der Farbdarstellung gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Rein subjektiv ist das Display des Nexus 10 damit noch einen Tick besser als das des aktuellen iPads, das sonst in dieser Frage als Referenz gelten kann.

Auflösung

Die Schärfe der Darstellung lässt sich mit einem Blick auf die Spezifikationen schnell erklären. Bietet das Nexus 10 doch eine Auflösung von stolzen 2.560 x 1.600 Pixel bei einer Größe von 10,055 Zoll. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte von exakt 300 PPI, ein Wert der deutlich über dem von anderen Tablets gebotenen liegt - und auf Augenhöhe mit aktuellen Top-Smartphones. Ehrlicherweise muss allerdings auch angemerkt werden, dass man schon sehr nah an den Bildschirm herangehen muss, um noch einen Unterschied zur Pixeldichte des iPads festzustellen. Wie dem auch sei, klar ist: Wer einmal so ein Display genutzt hat, kehrt nur mehr ungern auf ein Gerät mit niedrigerer Auflösung zurück.

Exynos 5

Um eine solche Menge an Pixeln herumschaufeln zu können, braucht es natürlich die richtige Hardware, und auch hier hat sich der Hersteller nicht lumpen lassen: Mit dem Exynox 5250 gibt es den ersten Vertreter der Exynos-5-Generation (ARM Cortex A15), die künftig auch beim Galaxy S IV zum Einsatz kommen soll. Dabei handelt es sich um einen mit 1,7 GHz getakteten Dual-Core-Prozessor, dem ein Mali T604 Grafikkern zur Seite steht. Für den nötigen Spielraum sorgen 2 GByte Hauptspeicher.

Flink, Flinker...

So schön solche Spezifikationen sich auch lesen, was wirklich zählt, ist der subjektive Eindruck. Erfreulicherweise fällt dieser ebenso vorteilhaft aus. Im Test erweist sich das Gerät als durchgehend extrem flink. Und das in wirklich allen Bereichen: Der Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen erfolgt praktisch umgehend, die Ladezeiten im Browser sind absolut top, und selbst selbst grafisch extrem aufwändige Apps wie Google Currents scrollen im Normalfall "butterweich". Dass es dann doch ab und an - etwa beim sehr schnellen Scrollen - einen Hänger gibt, scheint eher an verbliebenen Defiziten des Betriebssystems selbst zu hängen als an der konkreten Hardware.

Dreidimensional

Die Probleme beim Zoomen und Scrollen grafisch aufwändiger Webseiten, die rasch nach der Veröffentlichung des Nexus 10 die Runde machten, ließen sich im Test nicht (mehr) nachvollziehen. Hier helfen wohl die mittlerweile von Google nachgezogenen Verbesserungen am Chrome-Browser. Und um noch eine weitere App herauszustreichen: Das notorisch rechenintensive Google Earth spielt auf dem Nexus 10 in einer ganz anderen Liga als etwa beim Nexus 7, gerade was die erweiterte 3D-Ansicht in Städten wie San Francisco anbelangt.

Flash

Was besonders heraussticht: Vor allem Aufgaben, die durch starke Diskzugriffe gekennzeichnet sind, sind beim Nexus 10 deutlich flotter als bei den meisten anderen Android-Tablets. Die Installation von Apps erfolgt praktisch umgehend, der Boot ist in 15 Sekunden erledigt. Hier scheinen Google und Samsung also nicht gerade zum billigsten Flash-Speicher gegriffen zu haben.

Netzwerk

Auch die Netzwerkverbindungen mit WLAN 802.11 b/g/n (MIMO+HT40) sind wieselflink. Das selbe kann nicht für 3G/UMTS-Anbindung gelten, und zwar aus einem simplen Grund: Es gibt sie diese Option beim Nexus 10 schlicht nicht. Google argumentiert, dass 10-Zoll-Tablets primär zuhause genutzt werden, wo ohnehin ein WLAN vorhanden ist. Das mag zwar durchaus seine Berechtigung haben, vom Feedback zum Nexus 7 sollte man allerdings zwischenzeitlich gelernt haben, dass es eine signifikante Gruppe an KonsumentInnen gibt, die ein Tablet mit 3G-Anbindung haben wollen. Insofern verblüfft das Fehlen dieser Option einigermaßen - und ist sicherlich ein Minuspunkt für das Nexus 10.

Ausdauernd

Kurz wurde schon der Akku angesprochen, nominell liegt der Wert hier bei 9.000 mAh. Laut Google sollen sich damit bis zu neun Stunden durchgängig Videos betrachten lassen. Bei mittlerer Helligkeit kommt der Test beinahe an diesen Wert heran. An sich gibt es in dieser Hinsicht wenig auszusetzen, im Alltagseinsatz hat das Nexus 10 immer mehrere Tage durchgehalten, bevor es wieder aufgeladen werden musste.

Zubehörsdefizite

Apropos Aufladen: Dieses erfolgt mit dem mitgelieferten MicroUSB-Ladekabel leider vergleichsweise langsam. Schneller soll es dem Vernehmen nach über den magnetischen Pogo-Pin-Stecker gehen, der auf der Unterseite verbaut ist. Dieser wird allerdings weder mitgeliefert noch ist er derzeit überhaupt im Handel erhältlich (allerdings gibt es entsprechende Angebote von Drittherstellern, Anm.). Was sich Google und Samsung dabei gedacht haben, bleibt rätselhaft. Überhaupt hat Google in Fragen Zubehör ganz allgemein noch einiges zu lernen: Dieses erscheint wenn überhaupt dann mit monatelanger Verspätung. So ist etwa erst seit kurzem das Dock für das immerhin schon neun Monate alte Nexus 7 erhältlich. Ein bereits gezeigtes Dock für das Nexus 10 sowie die passende Hülle sucht man hingegen noch immer vergeblich.

Kamera

Zu den großen Mysterien der IT-Welt zählt das Thema Tablet-Kameras: Praktisch alle aktuellen Tablets haben eine - aber wirklich gut ist keine. Es mag ein schlagendes Argument dafür geben, warum manche ein solch sperriges Gerät nehmen, um damit dann Aufnahmen zu machen, die weit unter der Qualität jedes x-beliebigen Smartphons liegen. Dem Autor dieser Zeilen hat sich der Sinn dieses Tuns bislang jedenfalls nicht erschlossen. Irgendwie drängt sich hier der Eindruck auf, dass sich einst Apple ohne besonderen Grund dazu entschlossen hat eine Kamera ins iPad zu packen - und jetzt alle diesen Punkt in der Spezifikationsliste abhaken müssen. Ohne tieferen Sinn und einzig mit dem Bestreben die Kosten für diese Komponente möglichst niedrig zu halten.

Realitäten

Nichtsdestotrotz bleibt der Umstand, dass in freier Wildbahn durchaus immer wieder Individuen ausgemacht werden können, die tatsächlich ein 10-Zoll-Tablet zum Fotografieren nehmen. Also muss auch das abgehandelt werden: Mit der 5-Megapixel-Kamera des Nexus 10 lassen sich recht ordentliche Bilder aufnehmen, der Autofokus geht dabei aber etwas langsam zu Werke. Größe Relevanz kommt möglicherweise sogar der 1,9 Megapixel-Kamera an der Vorderseite zu, hat diese doch für Videotelefonie oder Google+ Hangouts auch einen realen Nutzen. Und in dieser Sparte gehört die Bildqualität definitiv zum besseren, was Tablets aktuell so zu bieten haben.

Lautsprecher

Ein Extra-Lob gibt es auch für die Stereo-Lautsprecher, die an der Vorderseite des Tablets angebracht sind, diese bieten einen überraschend guten Klang, wenn man sich natürlich auch keine Wunder erwarten sollte. Und ein ewiger "Fan-Favorite": Das Nexus 10 weist eine Mehrfarben-LED an der Vorderseite auf, um weithin sichtbar über neu eingegangene Nachrichten zu informieren. Ebenfalls erfreulich ist der Micro-HDMI-Anschluss, können so hier doch einmal Videos und andere Inhalte ganz ohne Spezialstecker an den Fernseher oder Monitor ausgeben werden.

Android 4.2.2

In Fragen Software ist das Nexus 10 wie gewohnt mit der neuesten Android-Version ausgestattet, aktuell wäre das also Android 4.2.2. Die Vorzüge der zweiten Auflage von "Jelly Bean" wurden bereits an anderer Stelle ausführlich gewürdigt, insofern seien nur kurz ein paar spezifische Auffälligkeiten vermerkt: Die Oberfläche ist nun auch für 10-Zoll-Tablets stark an das Smartphone-UI angenähert worden, das alte "Honeycomb"-Design wurde also eingestampft. Ob man diesen Schritt gutheißt, ist sicherlich ein stückweit Geschmackssache. Der Tester muss nach einigen Tagen Nutzung aber festhalten, dass die Vereinheitlichung mit dem Smartphone-UI durchaus seine Meriten hat. Immerhin funktioniert das "Muskelgedächtnis" besser, wenn man oft zwischen unterschiedlichen Android-Geräten wechselt, die Umstellung fällt also leichter.

Zusatz

Kleine Unterschiede gibt es dann aber doch: So bietet das Nexus 10 in der Schnellstarter-Reihe Platz für neun statt sieben (7-Zoll-Tablets) bzw. fünf (Smartphones) Einträge. Und dann fällt noch auf, dass die Aufteilung der Widgets hier auf die Queransicht ausgelegt ist, wohingegen bei kleineren Formfaktoren die Porträt-Ansicht favorisiert wird. Angesichts dessen, dass 10-Zoll-Tablets wohl wesentlich zum Film- und Serien-Konsum eingesetzt werden, eine durchaus sinnvolle Entscheidung.

Multi-User

Der mit Android 4.2 eingeführte Multi-User-Support kann beim Nexus 10 seine Stärken voll ausspielen. All die Probleme, die beim Nexus 7 in diesem Zusammenhang bekannt sind - etwa Peformance-Defizite nach häufigem Wechsel - zeigen sich hier nicht. Die stärkere Hardware und dabei vor allem der doppelt so große Speicher machen offenbar den Unterschied aus.

Updates

Auch wenn es sicherlich den meisten LeserInnen schon bekannt sein dürfte, sei ein Umstand noch mal extra erwähnt, immerhin spielt er eine zunehmend wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung: Die Updates kommen beim Nexus 10 direkt von Google, neue Android-Versionen gibt es also typischerweise monatelang vor anderen Herstellern - falls diese überhaupt nachziehen.

App-Defizite

Das größte Softwaredefizit des Nexus 10 bleibt eines, dass für das gesamte Android-Universum gilt. Die Zahl der auf 10-Zoll-Tablets optimierten Apps lässt weiter zu wünschen übrig. Zwar ist in den letzten Monaten durchaus eine Verbesserung zu bemerken, mit iOS kann man in dieser Frage aber weiterhin nicht ansatzweise mithalten. So wirkt so manches Programm - etwa der offizielle Twitter-Client - auf einem Gerät mit einem solch brillanten Display reichlich deplatziert.

Play-Store-Wüste

Dazu kommt im konkreten Fall aber noch ein weiteres Problem: Das Nexus 10 ist nicht zuletzt auf den Konsum von Inhalten aus dem Play Store ausgerichtet, leider hat dessen österreichische Variante in dieser Hinsicht aber so gar nichts zu bieten. Natürlich gibt es die Möglichkeit die diesbezüglichen Services anderer Hersteller - etwa Amazon - zu nutzen. Diese sind aber nicht ansatzweise so komfortabel in das Android-Universum integriert, wie die Inhalte aus dem Play Store. Bliebe noch jener unlängst vorgestellte Trick, um den Play Store auf ein anderes Land umzustellen - das funktioniert zwar (mit leichten Abstrichen), ein lokales Angebot kann dies aber natürlich nicht ersetzen.

Lokal

Bleibt die Alternative sich auf lokale Inhalte zu konzentrieren. Wer dies vorhat, sollte sich allerdings die größere - aber deutlich teurere - Ausführung mit 32 GByte kaufen. Gerade für diese Art der Nutzung ist es natürlich schade, dass Google nicht noch eine Variante des Nexus 10 mit 64 GByte anbietet. Dies auch, da es, wie von anderen Nexus-Geräten bereits gewohnt, keinen SD-Karten-Slot gibt. Zumindest ist die Situation hier wesentlich besser als bei den Anfängen des Nexus 7 - wo überhaupt nur 8 und 16 GByte-Varianten angeboten wurden.

Preisfrage

Ein ordentlicher Pferdefuß ist der Preis: Wo das Nexus 10 in anderen Ländern günstiger als das aktuelle iPad ist, geht durch den Händler-Import dieser Vorteil verloren. So wird die Ausführung mit 16 GByte bei österreichischen Händlern zur Zeit rund 500 Euro gelistet, das 32-GByte-Modell schlägt gar mit um die 630 Euro zu Buche. Zum Vergleich: Im deutschen Play Store liegen die Preise bei 399 bzw. 499 Euro.

Fazit

Trotz der angemerkten Defizite ist das Nexus 10 derzeit das wohle beste 10-Zoll-Android-Tablet - dies obwohl seit der Vorstellung bereits einige Monate verstrichen sind. Der Bildschirm ist ein echtes Erlebnis, an der Performance gibt es - fast - nichts zu meckern. Android 4.2 zeigt sich hier wahrlich von seiner besten Seite, die Update-Belieferung durch Google ist ein weiteres Plus.

Zweifel

Und doch darf bezweifelt werden, ob sich das Nexus 10 hierzulande auch nur annähernd so gut wie sein 7-Zoll-Pendant, das Nexus 7, verkaufen wird. Immerhin ist der Premium-Preis ein ordentlicher Wermutstropfen, nicht zuletzt da man in Folge sogar über den Kosten für ein vergleichbares iPad liegt.

Ausblick

Bleibt die Erkenntnis, dass Google in Fragen Consumer-Markt noch einiges von der Konkurrenz aus Cupertino lernen könnt. Sowohl was den Wert eines globalen Launches als auch die Verfügbarkeit von Inhalten und die offensive Bewerbung eines solchen Geräts anbelangt. Denn ohne die richtigen Rahmenbedingungen nützt auch die beste Hard- und Softwarekombination nur wenig. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 10.03.13)

tl;dr: Wer sich vom Premium-Preis in Österreich nicht abschrecken lässt, bekommt das derzeit wohl beste 10-Zoll-Android-Tablet. Vor allem Bildschirm und Geschwindigkeit sind herausragend.

  • Das Nexus 10: Die äußere Form erinnert an andere aktuelle Samsung-Tablets, im Detail gibt es aber einige Unterschiede.
    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Das Nexus 10: Die äußere Form erinnert an andere aktuelle Samsung-Tablets, im Detail gibt es aber einige Unterschiede.

  • An der Unterseite gibt es einen magnetischen Pogo-Pin-Stecker - für den bisher aber kein offizielles Ladekabel verfügbar ist. Ebenfalls zu sehen: Das Nexus-Branding auf der Rückseite.
    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    An der Unterseite gibt es einen magnetischen Pogo-Pin-Stecker - für den bisher aber kein offizielles Ladekabel verfügbar ist. Ebenfalls zu sehen: Das Nexus-Branding auf der Rückseite.

  • Links und rechts neben dem Bildschirm sind Lautsprecher angebracht. An der Seite ist der MicroHDMI-Anschluss zu erkennen.
    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Links und rechts neben dem Bildschirm sind Lautsprecher angebracht. An der Seite ist der MicroHDMI-Anschluss zu erkennen.

  • Eine Kamera darf beim Nexus 10 ebenfalls nicht fehlen, auch wenn deren Sinnhaftigkeit als umstritten gelten darf. Bei einem Teil der Rückseite ist die Oberfläche mit einer Textur versehen, um das Halten des Tablets zu erleichtern.
    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Eine Kamera darf beim Nexus 10 ebenfalls nicht fehlen, auch wenn deren Sinnhaftigkeit als umstritten gelten darf. Bei einem Teil der Rückseite ist die Oberfläche mit einer Textur versehen, um das Halten des Tablets zu erleichtern.

  • Es gibt insgesamt sieben Home-Screens, die wie gewohnt frei mit Widgets und App-Launchern belegt werden können.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Es gibt insgesamt sieben Home-Screens, die wie gewohnt frei mit Widgets und App-Launchern belegt werden können.

  • Selbst in der Porträt-Ansicht lassen sich - der hohen Bildschirmauflösung sei dank - die Vollversionen von Webseiten bestens lesen. (Anm.: Der Screenshot ist in voller Auflösung, um die Zahl der Pixel zu demonstrieren)
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Selbst in der Porträt-Ansicht lassen sich - der hohen Bildschirmauflösung sei dank - die Vollversionen von Webseiten bestens lesen. (Anm.: Der Screenshot ist in voller Auflösung, um die Zahl der Pixel zu demonstrieren)

  • Der Bildschirm des Nexus 10 bringt sowohl Videos...
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Der Bildschirm des Nexus 10 bringt sowohl Videos...

  • als auch Zeitschriften so richtig gut zur Geltung.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    als auch Zeitschriften so richtig gut zur Geltung.

  • Eines der größeren Defizite: Bisher sind weiterhin noch nicht all zu viele Android-Apps für 10-Zoll-Tablets optimiert. Google-Apps - wie das abgebildete Snapseed - bilden eine erfreuliche Ausnahme.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Eines der größeren Defizite: Bisher sind weiterhin noch nicht all zu viele Android-Apps für 10-Zoll-Tablets optimiert. Google-Apps - wie das abgebildete Snapseed - bilden eine erfreuliche Ausnahme.

  • Die mangelnde Verfügbarkeit von Inhalten im österreichischen Play Store ist ein weiteres Defizit. Außer Apps gibt es hier eigentlich nichts zu kaufen, die abgebildeten Kategorien für Filme, Musik, Bücher und Magazine gibt es nur mit einem US-Account.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Die mangelnde Verfügbarkeit von Inhalten im österreichischen Play Store ist ein weiteres Defizit. Außer Apps gibt es hier eigentlich nichts zu kaufen, die abgebildeten Kategorien für Filme, Musik, Bücher und Magazine gibt es nur mit einem US-Account.

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