Günter Wallraff verkauft seine Bücher nicht mehr über Amazon

7. März 2013, 15:12
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Anweisung an Verlag - "Das musste sein, sonst käme ich in Gewissenskonflikte"

Nach Kritik an schlechten Arbeitsbedingungen für Saisonarbeiter bei Amazon lässt der deutsche Autor Günter Wallraff seine Bücher nicht mehr an den Internet-Versandhändler liefern. Das habe er bei seinem Verlag Kiepenheuer & Witsch veranlasst, sagte Wallraff am Donnerstag. "Das musste sein, sonst käme ich in Gewissenskonflikte." Es werde ab sofort keine neuen Lieferungen des Verlags mehr an Amazon geben. Er könne allerdings nicht verhindern, dass Amazon seine Bücher weiter über Zwischenhändler beziehe und verkaufe.

Schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen

Der US-Versandhändler war nach einer ARD-Reportage über schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen von Saisonarbeitern unter Druck geraten. Als Folge hatte er sich von zwei Dienstleistern getrennt, die für Betreuung und Sicherheit der Leiharbeiter zuständig waren. Wallraff sagte, er erhalte aber auch Zuschriften von "normal" Beschäftigten, die über extrem harte Arbeitsbedingungen und ein "entwürdigendes Kontrollsystem" bei Amazon berichteten. (APA, 7.3. 2013)

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    Günter Wallraff

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