"T-Mobile ist und bleibt in Österreich. Punkt."

7. März 2013, 15:59
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Mobilfunker dementiert Gerüchte über Rückzug aus Österreich - und über genug Platz für den ORF am Rennweg

Seit Wochen hält sich ein Gerücht hartnäckig in der heimischen Telekommunikationsbranche: T-Mobile plane seine Zelte in Österreich abzubrechen, da man mit Umsatz- und Gewinnrückgängen kämpfe. Der Mutterkonzern, die Deutsche Telekom, ist selbst mit wirtschaftlichen Problemen beschäftigt - im vergangenen Jahr schrieb man die ersten roten Zahlen seit zehn Jahren.

Eine Bank soll derzeit Verhandlungen über den Kauf des heimischen Mobilfunkers führen, war am Donnerstag zu hören. Unternehmenssprecher Helmut Spudich verneint das deutlich: "Es werden keine Verhandlungen über den Verkauf von T-Mobile Austria geführt. Gerüchte werden nicht wahrer dadurch, dass man sie wiederholt."

Auch soll bereits ein Nachmieter für den Unternehmenssitz, das  T-Center im  3. Wiener Gemeindebezirk, gesucht werden. Spudich verneint auch das: "Es wird kein Nachmieter für das T-Center gesucht."

Domenig-Bau Thema im ORF

Laut Insidern soll die Immobilie Thema in einer hochrangigen ORF-Gesprächsrunde am Mittwoch gewesen sein. Es liege dem ORF aber kein authentisches Angebot vor, wird auf dem Küniglberg zugleich betont. Vom ORF-Strategen und Plattformmanager Franz Manola wird aus der Sitzung der Sager kolportiert: Lieber in einem der besten Domenig-Bauten als in einem der schlechtesten Rainer-Bauten.

Der Kärntner Architekt Günther Domenig hat den dunklen Kreuzer Richtung Südosttangente am Rennweg 97-97 verankert. Bisher ohne Denkmalschutz, der die Modernisierung von Roland Rainers ORF-Tanker auf dem Küniglberg erschwert. Handicap bei beiden Bauten: Ein großer Newsroom für die Journalisten von TV, Radio, Web müsste wohl neu errichtet werden. Mehr Platz wäre dafür wohl in St. Marx. Derzeit hat bei den ORF-Planungen laut Stiftungsrat aber der Küniglberg Priorität. St. Marx wäre auch der ORF-Wunschstandort der Stadt Wien.

Mietvertrag bis 2019

Allein, Domenigs Klotz ist und wird nicht nicht frei, betont Unternehmenssprecher Helmut Spudich gegenüber derStandard.at, jedenfalls nicht in ORF-Dimensionen, ergänzt er: T-Mobile habe einen langfristigen Mietvertrag bis 2019 mit den Eigentümern der Immobilie (im Grundbuch Gesellschaften von Porr, einer Stiftung der Familie Humer und der in Deutschland firmierenden GENO Saturn Tower/T-Center Immobilienbeteiligungsholding GmbH & Co.KG). Allerdings verfügt man über Flächen für rund 1900 Mitarbeiter, T-Mobile habe nun in Österreich rund 1400. Man verhandle mit potenziellen Mietern für die nicht benötigten Flächen - der ORF sei definitiv nicht darunter.

Spudich dazu: "Es wird kein Nachmieter für das T-Center gesucht. Unser Mietvertrag läuft bis zum Jahr 2019, da dieses Gebäude für T-Mobile und T-Systems errichtet wurde und dem eine entsprechende Mietbindung gegenüber steht. Tatsache ist, dass die zum Zeitpunkt der Errichtung (Bezug 2004) benötigten Büroflächen nicht mehr im selben Umfang benötigt werden. Darum vermietet T-Mobile seit mehreren Jahren Flächen an Dritte, um unsere Kosten zu senken. Über die Optimierung der Vermietung nicht mehr benötigter Flächen wird mit dem Eigentümer seit langer Zeit geredet."

Dementi

T-Mobile selbst dementiert entschieden. Firmensprecher Helmut Spudich zum WebStandard: "T-Mobile ist und bleibt in Österreich. Punkt." (sum, fid, derStandard.at 7.3. 2013)

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    Der Firmensitz von T-Mobile: Das T-Center

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