Barbara Rosenkranz vs. Gottfried Waldhäusl

7. März 2013, 14:27
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Noch-FPÖ-Chefin nach Wahlniederlage: "Ich bleibe" - Ihr Konkurrent Waldhäusl stellt Misstrauensantrag im Parteivorstand in den Raum

Wien/St. Pölten - Die niederösterreichische FPÖ-Chefin Barbara Rosenkranz muss offenbar mit einer ungemütlichen Sitzung des Landesparteivorstands am Donnerstagabend rechnen. Ihre Parteifreunde, allen voran Landtags-Klubobmann Gottfried Waldhäusl, erhöhten im Vorfeld den Druck auf Rosenkranz, die nach den Verlusten bei der Landtagswahl versichert hatte, Obfrau bleiben zu wollen. Waldhäusl droht Rosenkranz mit einem Misstrauensantrag und forderte in den "Oberösterreichischen Nachrichten" eine "Veränderung". Dem ORF-Radio sagte aber, er selbst wolle die Parteiführung nicht übernehmen.


Reden von Gottfried Waldhäusl

Die Freiheitlichen hatten bei der NÖ-Wahl 8,2 Prozent der Stimmen erlangt, was ein Minus von 2,3 Prozentpunkten darstellt (vorläufiges Endergebnis). Damit sind zwei Landtagsmandate weg. Rosenkranz hatte ungeachtet harscher Kritik auch von Bundes-Obmann Heinz-Christian Strache argumentiert, die FPÖ sei im "Duell" zwischen Landeshauptmann Erwin Pröll und Herausforderer Frank Stronach zerrieben worden. Sie denke nicht an einen Rückzug - "ich bleibe".

 Barbara Rosenkranz im Wordrap

Das ist Waldhäusl nicht genug. Rosenkranz sollte sich besser zuerst der Diskussion in den Gremien stellen und dann "darüber entscheiden, was man persönlich macht", sagte er im Ö1-"Mittagsjournal". Es gehe nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern "um die Zukunft der Partei".

Den Rücktritt seiner Chefin forderte er nicht explizit, deutete aber an, man könnte ihr "einen geschäftsführenden Obmann zu Seite stellen, der dafür Sorge trägt, dass man hier ein wenig umdenkt". Es brauche einen "Kompromiss", eine "Vernunftlösung". Wenn sich allerdings "tatsächlich herausstellen sollte, dass hier Personen nur an sich selbst denken", dann "muss man wahrscheinlich die Vertrauensfrage stellen". Er selbst plane nicht, die Parteiführung zu übernehmen, es brauche neue Köpfe, so Waldhäusl. (APA, 7.3.2013)

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