Neue Methode gegen Bluthochdruck im AKH Linz

7. März 2013, 14:48
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Nicht immer lässt sich Bluthochdruck medikamentös behandeln: Für solche Extremfälle wurde nun ein neues, schonendes Kathetersystem entwickelt

Rund 2,7 Millionen Österreicher leiden unter Bluthochdruck. Um schwerwiegende Folgen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte zu vermeiden, schlucken viele Patienten ihr Leben lang Tabletten. Bei fast jedem Zehnten bringen Medikamente aber nicht den gewünschten Erfolg. Das Linzer Allgemeine Krankenhaus hat nun eine neue Methode zur Behandlung von Bluthochdruck entwickelt.

Vor drei Jahren gelang es dort bereits, Patienten mit extremem Bluthochdruck auf neuartige Weise mittels Katheter zu behandeln. Bei der renalen Sympathikus-Denervierung werden Nervenfasern rund um die Nierenarterien mit Hochfrequenzimpulsen verödet. 200 Patienten konnten damit bereits behandelt werden.

Das nun weiterentwickelte, wesentlich schonendere Kathetersystem ist eine Verbesserung der bisherigen Methode. "Es lässt sich sehr gut manövrieren und damit auch exakt positionieren. Die Energieabgabe über mehrere Elektroden verkürzt die Prozedurdauer und hilft, Kontrastmittel und Röntgenstrahlen einzusparen", erklärte Kardiologe Michael Grund die Vorteile. Bisher kam das neue System bei neun Personen zum Einsatz.

"In Zukunft wird diese Therapieform auch bei Patienten mit nicht so stark erhöhtem Blutdruck erprobt werden. Dafür eignet sich der neue Katheter von seiner Bauart und Wirkungsweise hervorragend", so Clemens Steinwender, Vorstand der Kardiologie am AKH Linz. (red, derStandard.at, 7.3.2013) 

  • Das neue Kathetersystem ist eine Verbesserung der schon bisher erfolgreich eingesetzten renalen Sympathikus-Denervierung.
    foto: akh linz

    Das neue Kathetersystem ist eine Verbesserung der schon bisher erfolgreich eingesetzten renalen Sympathikus-Denervierung.

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