Christian Kühn wird Österreich-Kommissär

7. März 2013, 13:36
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Architekturkritiker wird in Venedig unter der Gesamtleitung von Rem Koolhaas Rückschau halten

Wien - Der Architekturwissenschafter und -kritiker Christian Kühn (geb. 1962) wird Kommissär für den österreichischen Beitrag der 14. Architektur-Biennale 2014 in Venedig,  gab Kulturministerin Claudia Schmied am Donnerstag  bekannt. Kühn plant, sich unter anderem mit dem österreichischen Parlamentsgebäude und dessen Geschichte auseinanderzusetzen. Für Konzeption und Gestaltung des österreichischen Beitrags steht ein Budget von 400.000 Euro zur Verfügung. Die Architektur-Biennale findet von 7. Juni bis 23. November 2014 statt.

Für Schmied ist Kühn, der u.a. Studiendekan der Studienrichtungen Architektur und Building Science an der TU Wien sowie Vorstand der Architekturstiftung Österreich ist, aufgrund seiner Erfahrung und seiner kritischen Auseinandersetzung mit Architektur als Kommissär prädestiniert: "Die nächste Architektur-Biennale in Venedig soll unter der Gesamtleitung von Rem Koolhaas mit dem Titel 'Fundamentals - Absorbing Modernity: 1914-2014' nicht nur Leistungsschau, sondern auch Rückschau auf das vergangene Jahrhundert werden. Diese Biennale wird die Gelegenheit bieten, die Architektur als Solche auf den Prüfstand zu stellen", so die Ministerin in einer Aussendung.

Christian Kühn wurde in Wien geboren und studierte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich sowie der Technischen Universität (TU) Wien, wo er sich auch habilitierte. Seit 2001 ist er dort Professor am Institut für Gebäudelehre, seit 2000 Vorstand der Architekturstiftung Österreich. Als Autor und Architekturkritiker publiziert Christian Kühn in der Tageszeitung "Die Presse" und in Fachmagazinen. Die von ihm initiierte Ausstellung "Fliegende Klassenzimmer" wurde 2009 im Kunsthaus Mürz und nach mehreren Stationen in Westösterreich 2011 im Architekturzentrum Wien gezeigt.  (APA, 7.3.2013)

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