Swatch-Geschäftsbericht: Das isch wahri Swissness

7. März 2013, 13:50
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Der Uhrenhersteller schreibt einen Gschäftsbricht und informiert darin über den Betriebsgwünn

Läbesfroid isch aasteckend. Offenbarer Spaß an der Freude auch. So zaubert der Uhrenhersteller Swatch mit einem vom Titelblatt bis zur letzten Seite in Schweizerdeutsch gehaltenen "Gschäftsbricht" ein Lächeln auf die Gesichter von Investoren und Redakteuren. Auffallen durch Andersartigkeit - das ist die Devise beim Uhrenhersteller.

Damit will Swatch seine starke Identifikation mit der Schweiz und seinen Werten noch mehr unterstreichen, schreibt Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek im Vorwort. "I dem Senn und Geischt hammer weder mol oppis positiv Provokativs gmacht", so liest sich das im Original. Mit "wahri Swissness" die Landsleute ein wenig aufrütteln und aus dem beschaulichen Berg-Leben herausholen, das will Hayek.

Mit einem Augenzwinkern bringt das Unternehmen also seine "tuufe Verbundeheit mit eusne Worzle" zum Ausdruck. Das das nicht ganz der Vorschrift entspricht, dessen ist man sich bei Swatch bewusst. Aber keine Angst: wer etwas über das "Elektronischi Sischtem", den "Betriebsgwünn" oder "Sonschtigi langfrischtigi Vermögeswärt" erfahren will,  für den gibt es den Geschäftsbericht in Deutsch, Englisch und Französich. Ganz nach Vorschrift. (rom, derStandard.at, 7.3.2013)

  • Aufmerksamkeit durch Andersartigkeit: Ein Geschäftsbericht auf Schweizerdeutsch.
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    Aufmerksamkeit durch Andersartigkeit: Ein Geschäftsbericht auf Schweizerdeutsch.

  • Der Swatch-Geschäftsbericht auf Schweizerdeutsch zum Nachlesen.

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