Zwangsversteigerungen: Weniger Termine im Vorjahr

7. März 2013, 12:30
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Niederösterreich lag bei der Anzahl der Zwangsversteigerungen vorne, bei jedem vierten Termin ging es um ein Einfamilienhaus

Im Jahr 2012 gab es in Österreich weniger Zwangsversteigerungen als 2011. In den österreichischen Bezirksgerichten wurden im Vorjahr insgesamt 2.960 Exekutionstermine mit einem Gesamtvolumen an Schätzwerten von 506 Millionen Euro anberaumt, wie die SmartFacts Data Services GmbH, die seit 2007 diese Daten erhebt, am Donnerstag in einer Aussendung bekanntgab. 2011 gab es demnach 3.160 Termine mit einem Volumen von 536 Millionen Euro.

Niederösterreich vor Steiermark

27 Prozent der Termine fanden in Niederösterreich statt, gefolgt von der Steiermark mit 16,8 Prozent, Tirol mit 10,1 Prozent und Wien mit 9,9 Prozent. Am wenigsten wurde in Salzburg (5,9 Prozent) und Vorarlberg (4,5 Prozent) zwangsversteigert. Bezogen auf die Einwohnerzahl (Zwangsversteigerungen pro 100.000 Einwohner) wurden allerdings die meisten Termine im Burgenland, die wenigsten in Wien abgehalten.

Bei den kumulierten Schätzwerten lag ebenfalls Niederösterreich mit 111,3 Millionen Euro vorne, gefolgt von der Steiermark mit 85,1 Millionen Euro. Mit 32 Prozent ging es bei nahezu jedem dritten Zwangsversteigerungs-Termin um ein Einfamilienhaus. 25 Prozent der Termine drehten sich um Eigentumswohnungen, 16 Prozent um Grundstücke.

"Entwicklungspotenzial vorhanden"

Monika Konvicka, Geschäftsführerin der SmartFacts Data Services GmbH, hält fest, dass das Entwicklungspotenzial des Marktes für Zwangsversteigerungen vorhanden sei, "da der Markt für frei verkäufliche Objekte in Teilsegmenten praktisch ausverkauft ist". Die verstärkt seit nunmehr zwei Jahren festzustellende Flucht in Sachwerte und der Mangel an stabilen und attraktiven Alternativ-Anlagemöglichkeiten löse eine Nachfrage nach Liegenschaften aus, und Zwangsversteigerungsobjekte in ausgewählten Regionen würden dabei "in keiner Weise hinter freiverkäuflichen Objekten zurückstehen". (red, derStandard.at, 7.3.2013)

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