Auftragsstopp für italienische Baufirmen in Polen

7. März 2013, 12:21
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Wien/Warschau/Rom - Der österreichische Baukonzern Strabag hat einen Auftrag der polnische Straßenbaubehörde GDDKiA an ein italienisches Baukonsortium für die Fertigstellung der Autobahn A1 Torun-Strykow erfolgreich beeinsprucht. Damit wurde die Auswahl gecancelt, mit der GDDKiA dem Konsortium um die italienischen Baugesellschaften Impregilo und Salini sowie den polnischen Partner Kobylarnia den Auftrag in Höhe von 250 Mio. Euro vergeben hatte, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Milano e Finanza" am Donnerstag. Der Bericht wurde von Strabag auf Anfrage der APA bestätigt. Laut dem GDDKiA-Auftrag hätte die Autobahnstrecke in zwölf Monaten gebaut werden müssen.

Laut Strabag habe das italienische Konsortium unzulängliche Kapazitäten in Polen, um eine Umsetzung der Bauarbeiten in der angegebenen Zeitspanne zu garantieren. Die Italiener hätten den Auftrag lediglich aufgrund des günstigen Preises erhalten. Der Einspruch wurde bei der Warschauer Berufungskammer von der Strabag mit dem polnischen Partner Budimex und der portugiesischen Gruppe Mota-Engil eingereicht.

Nach dem Beschluss der Berufungskammer reichte das italienische Konsortium die Unterlagen ein, dank derer es von der GDDKiA den Auftrag erhalten hatte. Damit wollen die Italiener beweisen, dass sie in der Lage sind, den Auftrag nach Zeitplan umzusetzen. Erwartet wird jetzt eine Erklärung der polnischen Straßenbaubehörde, die bekanntgeben soll, wie es mit dem Auftrag jetzt weitergehen soll. (APA, 7.3.2013)

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