Erneut zwei Fälle von Gruppenvergewaltigungen in Indien

7. März 2013, 09:51
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19-Jährige und 25-Jährige schwer misshandelt

Neu-Delhi - In Indien sind erneut zwei Fälle brutaler Gruppenvergewaltigungen bekannt geworden. Wie die indische Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde eine 19-jährige Frau am vergangenen Wochenende Opfer von drei Männern, die sie mit einem Rikscha-Taxi entführten. Die junge Frau sei in Ghaziabad, einer Vorstadt Neu Delhis, zugestiegen. In dem Taxi hätten bereits zwei Männer gesessen. Der Fahrer sei bis zu einem entlegenen Waldgebiet gefahren, wo alle drei die Frau vergewaltigt hätten. Die Frau erstattete Anzeige. Zwei der Täter seien geständig, der dritte Mann werde gesucht.

Der zweite Fall ereignete sich laut Polizei am Mittwoch in einem Park im Osten von Neu Delhi. Ein Mann habe eine 25-Jährige mit dem Versprechen in den Park gelockt, mit ihr über ein Jobangebot sprechen zu wollen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann habe ihr ein Getränk angeboten, nach dessen Genuss sie ohnmächtig geworden sei. Als die Frau wieder zu Bewusstsein gekommen sei, habe sie sich nach eigener Aussage mit mehreren Männern in einem Auto befunden. Die Männer hätten sie vergewaltigt und anschließend bei einer Mülltonne abgeworfen. Dort sei das Opfer in der Nacht von der Polizei gefunden worden.

Täglich vier Vergewaltigungsfälle pro Tag

Die Zahl der Vergewaltigungen in Indiens Hauptstadt hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt, wie Innenstaatssekretär Mullappally Ramachandran am Mittwoch vor dem Parlament ausführte. Demnach verzeichnet die Polizei seit dem 1. Jänner täglich vier Vergewaltigungsfälle pro Tag, im vergangenen Jahr waren es im selben Zeitraum demnach zwei.

Erhöhte Bereitschaft zu Anzeigen

Allerdings hat die Bereitschaft indischer Frauen in jüngster Zeit merklich zugenommen, Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe bei der Polizei anzuzeigen. Auslöser war eine brutale Gruppenvergewaltigung im vergangenen Dezember in Neu Delhi, in deren Folge eine 23-jährige Studentin starb. Der Fall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. (APA, 7.3.2013)

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