Tierschützer kritisieren "Walfang-Glorifizierung" in "Assassin's Creed 4"

7. März 2013, 10:18
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Ubisoft: Wir heißen illegalen Walfang nicht gut

Das kommende Piratenabenteuer "Assassin's Creed 4: Black Flag" (AC4) glorifiziert den Walfang, dies moniert zumindest die Tierschutzorganisation PETA in einer aktuellen Stellungnahme. Das vergangene Woche vorgestellte Werk lässt Spieler in die Rolle eines Piraten schlüpfen und erlaubt es ihnen im Zuge diverser Aktivitäten wie Plünderungen und Attentate auch auf Walfang zu gehen. "Es gibt so viele kreative Köpfe bei Ubisoft, die in die Entwicklung der 'Assassin's Creed'-Serie eingebunden sind, dass wir wirklich enttäuscht sind, dass sie es für notwendig erachten den Walfang zu glorifizieren", heißt es von Seiten des PETA-Sprechers Matt Bruce gegenüber Polygon. "PETA ermutigt Videospielhersteller dazu Games zu entwickeln, die Tiere feiern und nicht dazu Spiele herzustellen, die das Verletzen und Töten von Tieren bewerben."

Fiktives Werk

Der Ansicht der Tierschützer nach wäre es etwas anderes, wenn Ubisoft die Gräuel des Walfangs in seinem Spiel schildern würde. Derzeit mache "AC4" jedoch den Eindruck, als romantisiere man die Jagd.

Hersteller Ubisoft wiederum rechtfertigt die Thematisierung damit, dass man ein möglichst authentisches Bild der damaligen Zeit und Gepflogenheiten des Seefahrerlebens wiedergeben will. "Die Geschichte ist unser Spielplatz in 'Assassin's Creed'", sagt PR-Manager Stone Chin. "'Assassin's Creed 4: Black Flag' ist ein fiktives Werk, das reale Ereignisse der goldenen Ära der Piraten abbildet. Wir heißen illegalen Walfang nicht gut, genauso wenig wie wir den Lebensstil der Piraten inklusive Plünderungen, Schiffsentführungen und schlechter Hygiene befürworten." (zw, derStandard.at, 7.3.2013)

  • Walfang in "Assassin's Creed 4: Black Flag"
    foto: ubisoft

    Walfang in "Assassin's Creed 4: Black Flag"

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