US-Kriegsveteranen sollen irakische Foltergefängnisse geleitet haben

7. März 2013, 07:25
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Polizeigefängnisse im Irak galten als Ort schlimmster Folter während der US-Besatzung

Bagdad/Washington - Hochrangige Kriegsveteranen aus den USA sollen laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Guardian" geheime Foltergefängnisse im Irak aufgebaut und geleitet haben. Zwei Leiter, James Steele und James Coffman, hätten direkt Bericht an Verteidigungsminister Donald Rumsfeld beziehungsweise US-General David Petraeus erstattet, zitierte das Blatt Zeugen. Beide sollen für die USA bereits in den "schmutzige Kriege" genannten Einsätzen in Mittelamerika während der 1980-er Jahre gefoltert haben, berichtete die Zeitung am Mittwoch online.

Die Polizeigefängnisse im Irak galten als Ort schlimmster Folter während der US-Besatzung von 2003 bis 2011. US-Medien griffen die gemeinsam mit der BBC veröffentlichten Recherchen zunächst nicht auf. Das Pentagon war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (APA, 6.3.2013)

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