Tourismus ist Rettungsschirm der Wirtschaft

6. März 2013, 16:04
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Schenner: "Wächst der Tourismus, wachsen auch die Arbeitsplätze mit" - Nächtigungsplus von fast vier Prozent im Vorjahr

Wien/Berlin - Der Tourismus hat sich laut Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) im Vorjahr einmal mehr als äußerst krisenresistent erwiesen. "Die Beherbergungsbetriebe haben Zuwächse, von denen andere Branchen nur träumen können", sagte der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Hans Schenner, am Mittwoch auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin und verwies auf das Nächtigungsplus von fast 4 Prozent im Vorjahr. "Wächst der Tourismus, wachsen auch die Arbeitsplätze mit", so der Branchensprecher.

2012 seien insgesamt 430.000 Menschen im Gastgewerbe und in der Hotellerie beschäftigt gewesen (inklusive Teilzeitkräfte). Die Zahl der Vollzeitstellen sei in den vergangenen fünf Jahren um etwa 11.000 gestiegen.

"Der Tourismus hat sich doch als Rettungsschirm der allgemeinen Wirtschaft herausgestellt", meinte Schenner. "Wir bringen jedes Jahr rund 7 Mrd. Euro zur heimischen Leistungsbilanz."

Eine Verdoppelung der Mehrwertsteuer auf Logis von 10 auf 20 Prozent im Zuge einer Steuerreform lehnt Schenner rundweg ab: "Wenn der halbierte Steuersatz gestrichen wird, sind wir alle mausetot, da müssten wir unsere Preise um 10 Prozent erhöhten und das geht nicht", sagte er und verwies auf Deutschland, wo der Mehrwertsteuersatz auf Nächtigungen auf 7 Prozent gesenkt wurde.

Die über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe lieferten rund 14 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsproduktes (BIP).Ohne Freizeitwirtschaft erhöhte sich der BIP-Anteil laut Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) 2012 von 7,3 Prozent auf 7,4 Prozent. (APA, 6.3.2013)

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