US-Börsen: Dow Jones erneut auf Rekordhoch

6. März 2013, 22:55
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Besser als erwartet ausgefallene US-Daten stützen - Microsoft muss 561 Mio. Euro Geldbuße an EU zahlen

New York - Die New Yorker Aktienbörsen haben am Mittwoch mehrheitlich mit etwas höheren Notierungen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index hat seinen Höhenflug vom Vortag weiter fortgesetzt und stieg um weitere 42,47 Punkte oder 0,30 Prozent auf 14.296,24 Einheiten und damit erneut auf ein Rekordhoch. Bereits am gestrigen Dienstag hatte der Index auf einem Höchststand von 14.253,77 Punkten geschlossen.

Der S&P-500 Index erhöhte sich um 1,67 Punkte oder 0,11 Prozent auf 1.541,46 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich um minimale 1,76 Einheiten oder 0,05 Prozent auf 3.222,37 Zähler.

Auftrieb erhielt der Dow Jones zur Wochenmitte von robusten US-Daten. Laut Zahlen des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) ist die Zahl der Beschäftigten im US-Privatsektor im Februar um 198.000 und damit stärker als erwartet gestiegen. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 170.000 Stellen gerechnet. Dagegen fielen die Neuaufträge in der US-Industrie zum Jahresbeginn im Monatsvergleich zwar um 2,0 Prozent. Allerdings wurde von Volkswirten ein noch stärkerer Rückgang erwartet.

In den Blickpunkt rückte im weiteren Handelsverlauf das "Beige Book" der US-Notenbank Federal Reserve. Nach Einschätzung der Fed hat sich die Erholung der US-Wirtschaft zuletzt in gemächlichem Tempo fortgesetzt. Steigende Ausgaben der Verbraucher sowie eine Stabilisierung des Immobilienmarktes hätten dazu beigetragen, hieß es in dem Konjunkturbericht.

An die letzte Stelle im Dow rutschten Microsoft mit minus 0,92 Prozent auf 28,09 Dollar ab. Wegen unfairer Geschäftspraktiken muss der Softwareriese 561 Mio. Euro Geldbuße an die Europäische Union (EU) zahlen. Das entschied die EU-Kommission. Der Konzern habe versäumt, den Nutzern des Betriebssystems Windows 7 neben dem hauseigenen Internet Explorer verschiedene Browser von Konkurrenten für das Surfen im Internet anzubieten.

Der US-Computerbauer Dell hat indessen den geplanten Verkauf an Gründer und Firmenchef Michael Dell gegen die Kritik von Großaktionären verteidigt. Michael Dell will die Firma mit Hilfe von Investoren zurückkaufen und von der Börse nehmen. Den anderen Aktionären bietet er 13,65 Dollar je Aktie. Insgesamt ist der Deal 24,4 Mrd. Dollar schwer. Unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtete der US-Finanznachrichtensender CNBC am Mittwoch, dass Milliardär Carl Icahn nun einen Anteil von sechs Prozent an Dell halten dürfte und damit die Übernahme durch Michael Dell erschweren könne. Zudem könnte Icahn auf eine Sonderdividende drängen, hieß es weiter. Der Milliardär ist dafür bekannt, sich bei Unternehmen einzukaufen, um dann Strategiewechsel zu erzwingen. Icahn wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Dell-Aktien schlossen um klare 1,78 Prozent fester bei 14,32 Dollar.

Abschläge gab es in Verizon (minus 0,86 Prozent auf 47,28 Dollar) zu verzeichnen. Kreisen zufolge stellt die amerikanische Telefongesellschaft das Verhältnis zu ihrem Partner Vodafone auf den Prüfstand. Die Amerikaner würden unterschiedliche Szenarien durchspielen, hieß es. Diese reichen von der Komplettübernahme des Gemeinschaftsunternehmens Verizon Wireless bis hin zu einer Fusion mit den Briten.

Staples machten indessen mit Vorlage von Zahlen auf sich aufmerksam. Mit einem Verlust von 2,1 Mio. Dollar hat die Bilanz für das Gesamtjahr 2012 die Anleger enttäuscht. Vorstandesvorsitzender Ron Sargent sprach von einem "herausfordernden Absatz-Umfeld". Die Anteilsscheine des Büroartikelherstellers gaben 7,15 Prozent auf 12,34 Dollar nach. (APA, 6.3.2013)

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