Drittel der Migrantinnen fühlt sich überqualifiziert

6. März 2013, 13:55
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Unternehmensdienstleistung dominierende Branche - Hürden bei der Anerkennung von Qualifikationen

Wien - Knapp ein Drittel der Migrantinnen fühlt sich für ihre Arbeit überqualifiziert, das geht aus einer Aussendung der Medien-Servicestelle für neue Österreicher/innen am Mittwoch anlässlich des Frauentags hervor. Insgesamt haben rund 816.000 der in Österreich lebenden Frauen Migrationshintergrund.

Fast die Hälfte der Arbeitnehmerinnen mit Migrationshintergrund arbeitet im Bereich der Unternehmensdienstleistung wie Gebäudereinigung oder Leiharbeit. Bei Männern liegt der Wert unter einem Drittel. Kaum vertreten sind Migrantinnen in der Land- und Forstwirtschaft, in der öffentlichen Verwaltung und Verteidigung und im Finanz- und Versicherungswesen.

Überqualifiziert fühlt sich rund ein Drittel der Migrantinnen. Das betrifft vor allem Frauen aus den neuen EU-Staaten (40 Prozent) und Migrantinnen aus dem ehemaligen Jugoslawien (36 Prozent). Als ein Grund für die formale Überqualifikation werden die Hürden bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse genannt. (APA, 6.3.2013)

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