Springer-Chef Döpfner: Gibt kein Stellenabbau-Programm

6. März 2013, 13:02
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Umbau zu digitalem Medium wird beschleunigt

Springer-Chef Mathias Döpfner hat trotz der angekündigten Anpassungen im Printgeschäft großangelegte Kündigungen ausgeschlossen. "Es gibt kein Stellenabbau-Programm", sagte Döpfner am Mittwoch bei der Vorstellung des Geschäftsberichts. Vor Springer liege ein Jahr des Umbruchs, des Aufbruchs und der Investitionen. Es sei überraschend, dass der Berliner Verlag beim Wandel zum digitalen Medienunternehmen so schnell vorankomme. Deswegen sei das ursprüngliche Ziel, in drei Jahren 50 Prozent mit digitalen Angeboten zu erwirtschaften, nicht mehr ambitioniert genug.

Springer setzt nach Worten Döpfners im laufenden Jahr weiter auf Investitionen. Mit Hilfe von Partnern könnten mehr als zwei Milliarden Euro ausgegeben werden, sagte Döpfner. Dies sei allerdings nicht jährlich möglich, ergänzte Finanzchef Lothar Lanz. Zurückhaltend gab sich Döpfner bei der Scout-Gruppe der Deutschen Telekom. Diese habe zweifellos eine schöne Marktposition in Deutschland, versicherte der Springer-Chef.

Die Wahrscheinlichkeit für einen Kauf sei eher gering. Aber "sollte die Scout-Gruppe verkauft werden, sind wir geradezu gezwungen, es uns anzugucken". Finanziell wäre ein Kauf zu stemmen. Beim sich auf Investorensuche befindlichen Fernsehkonzern ProSiebenSat1 bezeichnete Döpfner einen Kauf als "extrem unwahrscheinlich". (APA, 6.3.2013)

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