Vorerst keine Tauchgänge im Toplitzsee

6. März 2013, 12:18
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Projekt zur Gewinnung kartografischer und limnologischer Erkenntnisse dennoch "unverändert aufrecht"

Grundlsee - Am Toplitzsee sind vorerst keine Forschungstauchgänge zur Kartierung des Gewässers im obersteirischen Salzkammergut angesetzt. "Die Idee ist unverändert aufrecht", wie Pia Buchner, Sprecherin der Bundesforste mitteilte. Die Kontakte mit mehreren infrage kommenden Unternehmen gebe es, aber noch sei nichts spruchreif.

Man habe allerdings keine Eile für einen Abschluss der Verhandlungen, hieß es von den Bundesforsten, die Eigentümer des Sees im obersteirischen Bezirk Liezen sind. "Unser Kerngeschäft ist der Wald", sagte Buchner. Im Moment sei der auf 718 Meter Seehöhe zwischen Waldhängen und Felswänden gelegenen See ohnehin noch zugefroren. Für eventuelle Tauchfahrten bzw. Tauchgänge gebe es nur ein kleines Zeitfenster: Je nach Witterung sei der See im April bis Mai eisfrei, Tauchen im Herbst komme wegen der Laichzeit nicht infrage, dann beginnt das rund 103 Meter tiefe Gewässer wieder zuzufrieren.

Das alte Thema "Schatzsuche"

Der Toplitzsee taucht regelmäßig in den Medien im Zusammenhang mit angeblich im Zweiten Weltkrieg See versenkten Geheimwaffen der Deutschen, gefälschten britischen Pfundnoten und Dokumenten bzw. Preziosen verschiedenster Art und Herkunft auf. Zuletzt hatte sich die Global Exploration Company um eine Tauchgenehmigung bemüht. Die US-amerikanische Tauchtruppe rund um Norman Scott konnte aber die mit den Bundesforsten vereinbarten Sicherheiten nicht bis zur gesetzten Frist Mitte Juni 2009 auftreiben.

Für den See-Eigentümer steht eigentlich die ökologisch schonende Kartografierung des Gewässers sowie die Gewinnung von limnologischen Erkenntnissen im Vordergrund. Unter den möglichen Partnern für das Vorhaben war voriges Jahr auch die Red Bull Media House GmbH-Tochterfirma Terra Mater gehandelt worden. (APA/red, derStandard.at, 6. 3. 2013)

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