Räume im Straßburger EU-Parlament wegen Asbest-Belastung geschlossen

5. März 2013, 19:17
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Pressestelle des Parlaments spricht von "leichter" Verseuchung

Straßburg - Wegen einer "leichten" Asbest-Belastung hat das Europaparlament einen Teil seiner Straßburger Räume vorübergehend geschlossen. Die fraglichen Räume, in denen Asbeststaub festgestellt worden sei, würden nun gereinigt, teilte die Pressestelle des EU-Parlaments am Dienstag in Brüssel mit. Zur Sicherheit sei der betroffene Bereich abgesperrt worden. Im Belüftungssystem des Parlamentsgebäudes seien keine Spuren von Asbest gefunden worden. Die Arbeiten sollen den Angaben zufolge bis Donnerstag beendet sein. Für die kommende Plenarsitzung am Montag habe der Vorfall "keinerlei Konsequenzen".

Nach Angaben der Pressstelle haben die Analysen einen Asbestgehalt von sieben Fasern pro Liter Luft ergeben. Der derzeit geltende Grenzwert für Asbest, das als krebserregend gilt, liegt in der EU bei fünf Fasern pro Liter. Den Angaben zufolge hatte eine Baufirma, die einen größeren Bereich in Büros umwandeln sollte, "versehentlich" zwei Säulen durchbohrt, die Asbest als Dämmstoff enthielten. In dem Vertrag mit der Firma sei auf die mögliche Präsenz von Asbest an dieser Stelle hingewiesen worden. Betroffen sind Räume des Winston-Churchill-Gebäudes, mit dessen Bau 1980 begonnen wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bauschäden in den Gebäuden des Europaparlaments für Negativ-Schlagzeilen sorgen. Im August 2008 stürzte im Plenarsaal des Ende 1999 fertiggestellten Straßburger Parlamentsneubaus ein Teil der Decke ein und begrub mehrere Sitzreihen unter sich. Zu diesem Moment befand sich niemand in dem Saal. In Brüssel ist der Plenarsaal seit vergangenem August wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Dort waren in 21 Säulen Risse entdeckt worden. Die Arbeiten werden nach bisheriger Planung voraussichtlich bis Herbst dauern. (APA, 5.3.2013)

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