Abstiegskampf kommt Bremen nicht in die Tüte

5. März 2013, 18:48
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Werder-Führung versprüht trotz drei Niederlagen in Folge Gelassenheit, Treuebekundungen zu Langzeit-Trainer Schaaf

Bremen - Thomas Eichin, Geschätzftsführer von Werder Bremen, will von Abstiegskampf an der Weser nichts wissen. "Der Tabellenplatz interessiert mich momentan nicht. Wir müssen uns zuerst auf das nächste Spiel konzentrieren", sagte Eichin in einem Interview mit Sky Sport News. "Momentan fehlt uns die positive Einstellung. Fußball muss auch Spaß machen. Wir müssen die elementaren Dinge des Fußballs richtig machen, daran gilt es zu arbeiten. Wir haben eine junge talentierte Mannschaft, die man stärken muss." Der 46-Jährige hat erst vor knapp drei Wochen die Nachfolge von Ex-Geschäftsführer Klaus Allofs angetreten.

Werder hat nach drei Niederlagen in Folge nur noch sieben Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16, am kommenden Samstag muss das gebeutelte Team von Marko Arnautovic, Sebastian Prödl und Zlatko Junuzovic bei Europacup-Aspirant Borussia Mönchengladbach antreten.

Neben Eichin stärkte auch der Aufsichtsratsvorsitzende Willi Lemke dem in die Kritik geratenen Langzeit-Trainer Thomas Schaaf öffentlich den Rücken. "Jetzt wäre es das Falscheste, den Trainer infrage zu stellen", sagte Lemke dem Weser-Kurier: "Im Gegenteil: Wir stärken unsere sportliche Leitung."

Die Fans scheinen dagegen nicht mehr bedingungslos hinter Schaaf zu stehen. Bei einer Umfrage auf der Internetseite des Weser-Kuriers votierten über Dreiviertel aller Teilnehmer für die Verpflichtung eines neuen Trainers. Nur 24 Prozent der User finden, dass Schaaf Werder-Trainer bleiben müsse. Fast 3000 Leser haben an der Wahl teilgenommen (Stand: Dienstag, 10:45 Uhr). 

...und dann kommt auch noch Pech dazu

Dass es in Bremen derzeit unglücklich läuft, beweist auch ein Vorfall bei einer Trainingspartie, in der sich die beiden Ersatztorhüter Raphael Wolf und Richard Strebinger gegenseitig außer Gefecht setzten. Der ehemalige Kapfenberg-Keeper Wolf, als Feldspieler im Einsatz, erlitt bei einem Zweikampf mit seinem österreichischen Kollegen einen Kreuzbandriss im linken Knie. 

"Damit muss ich umgehen, so wie auch schon andere Spieler solche Situationen durchgestanden haben", sagte Wolf nach der niederschmetternden Diagnose. Nach einer Hüft-Operation war er erst im Februar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Wolf hat in der laufenden Saison drei Spiele für die Regionalliga-Mannschaft der Bremer bestritten, in der Bundesliga stand er nicht im Kader.

Strebinger kam mit einer Risswunde am Kopf glimpflicher davon und sagte später: "Ich war kurze Zeit weggetreten und habe einiges gar nicht mitbekommen." (sid/red - 5.3. 2013)

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