Lügen für ein fürchterlich schönes Leben

5. März 2013, 17:05
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Doris Knecht präsentiert in Salzburg ihren neuen Roman "Besser"

Antonia Pollak hat ein Leben, von dem viele träumen - ihr Mann Adam trägt sie und die beiden Kinder auf Händen, man leistet sich, worauf man Lust hat, hat Freunde mit interessanten Jobs, alles läuft in festen Bahnen. Doch Toni Pollak hat auch ein paar Geheimnisse, von denen ihr Liebhaber noch das kleinste ist. Zu ihrer Mutter hat sie jeden Kontakt abgebrochen, und als junge Frau kannte Toni die falschen Leute, was sie schon fast vergessen hat - bis eines Tages ein Mann von früher auftaucht.

Während der ökohedonistische Alltag weiterläuft, wächst in ihr die Angst, die Vergangenheit könnte sie einholen. So weit die kurze Inhaltsangabe zum neuen Roman von Doris Knecht. Die gebürtige Vorarlbergerin legt jetzt ihren zweiten vor - nach dem Debüt "Gruber geht" (2011) über ein Machoexemplar von Mann wird nun alles einfach "Besser" (2013, Rowohlt). Knecht, bekannt durch ihre Kolumnen in "Falter" und "Kurier", hat ein Faible für hinnige Helden und präsentiert diesmal eine weibliche Protagonistin, die einiges zu bestehen hat. Kein Wunder, dass Antonia Pollak fürchtet, alles zu verlieren.

Eine gebrochene und geheimnisvolle Heldin, die das Gefühl nie loswird, dass sie eigentlich gar nicht in das fürchterlich schöne Leben passt: Aus diesen Ingredienzien bastelt die Wahlwienerin ein Buch über das Dasein und die wahrhaften Lügen, die es zusammenhalten. Die abendliche Lesung und Erstpräsentation von Doris Knechts neuem Buch wird von der Journalistin Cay Bubendorfer moderiert. (dog, DER STANDARD, 6.3.2013)

  • Doris Knecht liest in Salzburg aus ihrem neuen Roman "Besser".
    foto: knecht

    Doris Knecht liest in Salzburg aus ihrem neuen Roman "Besser".

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