Marsrover "Curiosity" wieder auf dem Weg der Besserung

5. März 2013, 12:49
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Systeme hochgefahren und betriebsbereit - NASA-Forscher rätseln noch über Ursache der Probleme und ob sie langfristige Auswirkungen auf Mission haben werden

Washington - Nachdem der Mars-Rover "Curiosity" der NASA in den vergangenen Tagen wegen Computerproblemen gleichsam "schlafen" gelegt worden war, dürfte er nun wieder betriebsbereits sein. Die Systeme des Forschungsroboters seien wieder hochgefahren worden, sagte der stellvertretende Manager der Mission, Jim Erickson, am Montag (Ortszeit). "Wir sind erstmal sehr erleichtert, aber jetzt müssen wir sehen, wo das Problem lag." Frühestens kommende Woche könne der Rover seine Forschungsarbeit voll wieder aufnehmen, hieß es in einer Pressemitteilung der NASA.

Ruhemodus gegen Datenverlust

Vergangenen Donnerstag hatte "Curiosity" in den Ruhemodus geschaltet werden müssen, nachdem der Rover nicht mehr die erwarteten Daten geschickt hatte. Damit habe auch Datenverlust verhindert werden sollen, sagte Erickson. "Das alles kam völlig überraschend." Die Wissenschafter aktivierten einen zweiten Computer, um die Systeme des Rovers wieder hochzufahren. Was genau das Problem gewesen sei und ob die Panne langfristige Auswirkungen auf die Mission haben werde, sei noch unklar, sagte Erickson.

"Curiosity" war im August 2012 auf dem Roten Planeten gelandet und soll dort nach Spuren von Leben suchen. Die Mission war bisher weitgehend fehlerfrei gelaufen. Nach der System-Panne könnten sich nun die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Analyse einer ersten Gesteinsprobe, die "Curiosity" Anfang Februar entnommen hatte, verzögern. (APA/red, derStandard.at, 05.03.2013)

  • "Curiositys" bisherige Reiseroute. Derzeit befindet sich der Rover in einer Region namens Yellowknife Bay. Sobald die NASA-Techniker festgestellt haben, was die Ursache der Probleme waren, kann der Roboter seine Fahrt fortsetzen.
    foto: nasa/jpl-caltech

    "Curiositys" bisherige Reiseroute. Derzeit befindet sich der Rover in einer Region namens Yellowknife Bay. Sobald die NASA-Techniker festgestellt haben, was die Ursache der Probleme waren, kann der Roboter seine Fahrt fortsetzen.

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