Weiter keine Daten über Pferdefleisch bei Linzer Würstelfirma

5. März 2013, 12:22
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Wirtschaftskammer rät von Fleischexporten nach Russland weiterhin ab

Im Fall der Frankfurter Würstel der Linzer Firma Landhof, die laut russischen Behördenangaben Pferdefleisch enthalten haben sollen, heißt es nach wie vor: bitte warten. Bisher seien aus Russland keine Dokumente an Österreich übermittelt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Die Analyseergebnisse heimischer Stellen standen zunächst aus, jene des Unternehmens selbst ergaben keine Pferde-DNA in den Würsten.

Vor rund zwei Wochen haben russische Kontrolleure nach eigenen Angaben in einer Lieferung der Linzer Firma nicht deklariertes Pferdefleisch gefunden. Österreich erlangte vergangenen Mittwoch Kenntnis davon. Das Gesundheitsministerium verlangte daraufhin die Daten von den Russen, es wurden aber vorerst nur die Liefer-Chargen bekannt gegeben. Das betroffene Unternehmen ließ Proben dieser Chargen, die es laut Gesetz aufbewahren muss, testen. Dabei wurde keine Pferde-DNA gefunden. Auch österreichische Behörden gaben Laboranalysen in Auftrag, die Ergebnisse lagen aber am Dienstagvormittag noch nicht vor.

Export gestoppt

Die Wirtschaftskammer rät heimischen Betrieben, vorerst kein Fleisch nach Russland, Weißrussland und Kasachstan zu exportieren, bis die Lage geklärt ist. Ein ausdrückliches Export-Verbot Österreichs bzw. ein Importverbot von russischer Seite gibt es nicht, auch nicht für die betroffene Firma. Das Russland verlangt allerdings, dass das Unternehmen neu zertifiziert werden müsse, wenn es weiterhin am russischen Markt tätig sein will. (APA, 5.3.2013)

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