Neue Schmerztherapie bei Knochenmetastasen

5. März 2013, 12:21
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Die Behandlung mit Alpha-Strahlern soll die Lebensqualität und -erwartung der Patienten verbessern

Forscher an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin der MedUni Wien setzen große Hoffnung auf eine neue Schmerztherapie durch Bestrahlung bei Knochenmetastasen.

In Kürze startet dazu eine groß angelegte europaweite Studie, die erstmals untersucht, inwieweit sogenannte Alpha-Strahler die Lebensqualität und Lebenserwartung von Menschen mit Knochenmetastasen erhöhen.

Alpha-Strahler erstmals im Einsatz

Die bisherigen Erfahrungen mit ähnlich wirkenden Substanzen seien viel versprechend, so die Wissenschafter. Vor allem bei Brust-, Prostata- und Lungenkrebs bilden sich häufig Knochenmetastasen, die vielfach starke Schmerzen verursachen und die Morbidität erhöhen. Zur Behandlung dieser gefährlichen bösartigen Veränderungen werden in der klinischen Studie an der MedUni Wien demnächst erstmals diese Alpha-Strahler eingesetzt.

"Vom Einsatz der neuen Alpha-Strahler erwarten wir aufgrund erster Daten eine noch höhere Wirksamkeit", sagte Helmut Sinzinger, Leiter der Universitätsklinik für Nuklearmedizin der MedUni Wien am AKH Wien, über die neue Generation der nuklearmedizinischen Therapie. "Der Grund ist das verwendete radioaktive Isotop Radium 223. Es scheint noch wirksamer zu sein als die bisher verwendeten Beta-Strahler und hat zudem geringere Nebenwirkungen."

Verbesserungen bereits bei Beta-Strahlern

Bei der Studie wird einerseits untersucht, inwieweit sich die Lebenswartung durch die neuen Alpha-Strahler gegenüber den Beta-Strahlern erhöht. Andererseits wird erhoben, ob sich durch das Isotop Radium 223 die Schmerztherapie bei Knochenmetastasen weiter verbessern lässt.

Bereits bei den bisher zur Schmerztherapie bei Knochenmetastasen zugelassenen Beta-Strahlern konnten die Forscher erstmals zeigen, dass diese Therapie zusätzlich auch die Lebenserwartung und Lebensqualität der betroffenen Menschen deutlich verbessert.

Nach Angaben von Sinzinger sind durch die Therapie weniger beziehungsweise keine Schmerzmedikamente nötig. Zusätzlich werden die Knochenmetastasen stabilisiert, wodurch sich die Lebenserwartung verbessert. Die Verabreichung sowohl der Alpha- als auch der Beta-Strahler erfolgt intravenös, die Injektionen werden im Abstand von mehreren Wochen bis wenigen Monaten wiederholt verabreicht. (APA/red, 5.3.2013)

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