Japaner starb, nachdem Rettung von 25 Spitälern abgewiesen wurde

5. März 2013, 09:53
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Die Krankenhäuser gaben an, nicht genügend Betten oder Ärzte zur Verfügung zu haben

Tokio - Nachdem er von Krankenhäusern 36 Mal abgewiesen wurde, ist ein 75 Jahre alter Japaner gestorben. Der Mann aus Kuki nördlich von Tokio habe wegen Atemproblemen einen Krankenwagen gerufen, erklärte ein Behördenvertreter am Dienstag. Die Sanitäter seien aber mit ihrem Patienten von allen 25 Spitälern der Umgebung abgewiesen worden - von einigen sogar mehrfach.

Als Grund gaben die Krankenhäuser demnach an, nicht genügend Betten oder Ärzte zur Verfügung zu haben. Schließlich fuhr das Rettungsauto in ein 20 Minuten entferntes Spital in einer benachbarten Präfektur. Der Mann starb jedoch kurz nach der Ankunft.

Überlastung

Das japanische Gesundheitssystem wird stark finanziell gefördert und weist im internationalen Vergleich eigentlich einen hohen Standard auf. Angesichts der alternden Bevölkerung und weniger jungen Arbeitskräften warnen Experten jedoch vor einer zunehmenden Überlastung der Mitarbeiter. In Kuki wurden die Krankenhäuser nach dem Vorfall vom Jänner aufgefordert, die Kapazitäten für Notaufnahmen aufzustocken. (APA, 5.3.2013)

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