GrazMuseum widmet sich Vampirismus in der Steiermark

4. März 2013, 20:04
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Auf dem Jahresprogramm steht auch die ÖBB-Ausstellung zu Bahn und Nationalsozialismus

Graz - Die große Jahresausstellung "Tote reisen schnell" im GrazMuseum Ende Oktober wird sich mit Vampirismus in der Steiermark befassen - und da gibt es viele Anknüpfungspunkte: Bevor Bram Stoker die Handlung seines Romans "Dracula" in Transsylvanien ansiedelte, wollte Stoker die Vampirerzählung ursprünglich in der Steiermark spielen bzw. beginnen lassen, schilderte Otto Hochreiter, Direktor des GrazMuseums, bei einem Pressegespräch am Montag.

In einer Vorstudie unter dem Titel "Draculas Gast" werde die Gruft einer "Gräfin Dolingen von Gratz in der Steiermark" beschrieben, durch die ein mächtiger eiserner Pfahl hindurchgetrieben worden sei, so Hochreiter. Auf ihrem Grabstein sei "Dead travel fast" gestanden. Noch frühere literarische Vorläufer wie zum Beispiel Sheridan Le Fanus' Schauerroman "Carmilla" von 1872 würden ebenso in der Steiermark spielen. Der ein Vierteljahrhundert vor "Dracula" erschienene Text über eine Vampirin spielt auf einem einsamen steirischen Schloss, in dem ein pensionierter österreichischer Beamter und dessen Tochter, die von der Vampirin heimgesucht wird, leben.

Weiters am Jahresprogramm des Stadtmuseum von Graz stehen u.a. eine kleine Schau zu Peter Rosegger, die auf seine Jahre in der steirischen Landeshauptstadt fokussiert, eine Fotoausstellung zu den Versammlungsräumen der mehr als 70 verschiedenen religiösen Gruppen in Graz, eine Ausstellung über das "Gehen als künstlerische Praxis" (ab 21. März) und die ÖBB-Ausstellung "Verdrängte Jahre - Bahn und Nationalsozialismus in Österreich 1938 - 1945". (APA/red, derStandard.at, 4.3.2013)

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