"Presse" fordert für Praktikum Staatsbürgerschaftsnachweis

4. März 2013, 18:22
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Nowak: Anmeldung für "Journalisten mit Migrationshintergrund" sei "sonst unglaublich bürokratisch"

"Die Presse" hat 16 Praktikumsplätze für "angehende Journalisten mit Migrationshintergrund" ausgeschrieben. Nachdem die Tageszeitung im vergangenen Jahr die jahrelange Zusammenarbeit mit "M-Media" beendet hat, will man laut Chefredakteur Rainer Nowak heuer über diesen Weg die journalistische Vielfalt in der Redaktion fördern. "Wir haben vor drei Jahren unsere Praktika sowohl finanziell als auch über die Aufnahmetests stark aufgewertet", erklärt Nowak, "und um eine faire Entlohnung zu garantieren, melden wir unsere Praktikanten auch an."

Genau aus diesem Grund werde bei den Bewerbungsunterlagen entweder ein Staatsbürgerschaftsnachweis, Aufenthaltstitel oder Bewilligungsdokument nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz gefordert, erklärt Nowak gegenüber derStandard.at, "da die Anmeldung bei der Gebietskrankenkasse sonst unglaublich bürokratisch" sei. "Sollte jemand trotz nicht vorhandener Papiere ein großes Talent sein, werden uns auch die bürokratischen Hürden nicht von der Vergabe eines Praktikumsplatzes abhalten." (red, derStandard.at, 4.3.2013)

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