Mars dürfte 2014 nur knapp einer Katastrophe entgehen

4. März 2013, 17:48
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Am 19. Oktober wird der Komet "C/2013 A1" allem Anschein nach knapp am Mars vorbeischrammen

Er wurde am 3. Januar dieses Jahres am Siding Spring Observatorium in Australien entdeckt und hat den schlichten Namen C/2013 A1 erhalten. Inoffiziell ist der Komet, der aus einer Region außerhalb der Umlaufbahn des Pluto stammt, auch als "Siding Spring" bekannt und hat in den letzten Tagen für einige Aufregung in Astronomenkreisen gesorgt.

Vor einer Woche hat der russische Astronom Leonid Elin nämlich eine erste exakte Flugbahn des Kometen errechnet, die prompt eine Kollision mit dem Mars im Herbst 2014 möglich erscheinen ließ. Ein solcher Zusammenstoß hätte Folgen: C/2013 A1 wird auf mindestens 3 Kilometer, möglicherweise bis zu 50 Kilometer Durchmesser geschätzt und würde mit 56 Kilometern pro Sekunde auf den Mars aufprallen.

Die errechnete Aufschlagenergie würde bis 20 Milliarden Megatonnen TNT erreichen und am Mars Spuren hinterlassen; der entstehende Feuerball wäre rund 500 Mal heller als die Sonne, der Mars von Beben der Stärke 12 erschüttert. Marsgestein würde ins All geschleudert, nach vielen Monaten, Jahren oder gar Jahrzehnten könnte es auch die Erde treffen.

Seit kurzem stehen die Zeichen aber wieder auf Entwarnung: Die Wahrscheinlichkeit einer Kollision ist inzwischen auf 1:1250 herabgestuft worden. Wahrscheinlich wird der Brocken in mehr als 50.000 Kilometern Entfernung am Mars vorbeizischen.

Aber auch das sollte Folgen haben: Der Schweif des Kometen und sein sogenanntes "Koma", eine Wolke aus losem Material, werden in die Flugbahn des Roten Planeten geraten und eine große Anzahl kleinerer Objekte wird den Mars treffen. (red, DER STANDARD, 5.3.2013)


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  • Komet "Siding Spring" dürfte am 19. Oktober 2014 knapp am Mars vorbeizischen.
    illu.: nasa/jpl

    Komet "Siding Spring" dürfte am 19. Oktober 2014 knapp am Mars vorbeizischen.

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