Paris SG will Ibrahimovic-Sperre nicht akzeptieren

4. März 2013, 16:40
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Fenerbahce protestiert gegen Fan-Ausschluss - Lazio wehrt sich gegen zwei Geisterspiele und Geldstrafe

Paris/Rom/Stuttgart - Frankreichs Fußball-Spitzenclub Paris St. Germain will die Sperre seines Superstars Zlatan Ibrahimovic in der Champions League nicht akzeptieren. Wie die Europäische Fußball-Union am Montag mitteilte, legte der Club Einspruch gegen das UEFA-Urteil ein. Ibrahimovic war nach seiner Roten Karte im Achtelfinal-Hinspiel in Valencia (2:1) für zwei Spiele gesperrt worden. Damit würde der Schwede am Mittwoch im Rückspiel und dem darauffolgenden Europacup-Spiel von PSG fehlen.

Ein Termin für die Anhörung wurde noch nicht festgelegt, sodaß die Berufung für das Mittwoch-Spiel eventuell zu spät kommen könnte. Auch aus der Türkei erreichten die UEFA Einsprüche. Fenerbahce Istanbul fechtet sowohl die Drei-Spiele-Sperre von Raul Meireles als auch den Ausschluss seiner Fans im Europa-League-Rückspiel gegen Viktoria Pilsen am 14. März an. Meireles hatte im Zwischenrundenspiel bei BATE Borissow die Rote Karte gesehen und war auch zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt worden. Der Club hatte wegen des Fehlverhaltens seiner Fans ein Geisterspiel und 60.000 Euro als Buße auferlegt bekommen.

Auch Lazio Rom hat Einspruch gegen den Ausschluss seiner Fans im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League am 14. März gegen den VfB Stuttgart von Martin Harnik und Raphael Holzhauser eingelegt. Dies bestätigte die UEFA am Montag. Die Römer waren von der UEFA zu insgesamt zwei Geisterspielen und einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt worden. Dies wollen die Italiener nicht akzeptieren. Ein Termin für die Anhörung sei noch nicht festgesetzt, teilte die UEFA mit.

Grund für die Bestrafung waren rassistische Ausfälle der Lazio-Fans bei mehreren Europacup-Spielen, zuletzt im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Der VfB Stuttgart hatte mit Bedauern auf das Urteil reagiert und legte am Freitag ebenfalls Protest ein, da dadurch auch die eigenen Fans im Stadio Olimpico nicht dabei sein können. "Wir haben darum gebeten, dass nochmal darüber nachgedacht wird, unsere Fans doch zuzulassen", zitierte die "Bild"-Zeitung  VfB-Präsident Gerd Mäuser. (APA, 4.3.2013)

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